
Dipl.-Med. Claudia Buntrock
Fachärztin für Allgemeinmedizin Zusatzbezeichnung Naturheilverfahren
Die Wirkung der Akupunktur basiert auf ihrer Einwirkung auf die energetischen Abläufe im Organismus. Viele Reflexpunkte des vegetativen Nervensystems sind identisch mit Akupunkturpunkten. So können Störungen der inneren Organe sich einerseits auf der Haut projizieren; andererseits kann aber auch durch den Reiz der Haut an diesen Punkten ein Einfluss auf die inneren Organe ausgeübt werden. Außerdem werden körpereigene morphinartige Stoffe frei gesetzt, sog. Endorphine. Diese Substanzen sind nicht nur für die Schmerzstillung verantwortlich sondern auch für eine psychische Entspannung. Die Stimulation der Akupunkturpunkte führt aber auch zu einer Aktivierung von Schmerzkontrollmechanismen. Von diesen Wirkungen ist die regulatorische bioelektrische Wirkung zu unterscheiden. Vereinfacht ausgedrückt, ist jede Körperzelle mit jeder anderen über das Bindegewebe verbunden. Durch einen Einstich an einer bestimmten Stelle gibt es eine Informationsflut an jede Zelle im Körper. Demnach wirkt die Akupunktur schmerzlindernd, psychovegetativ entspannend und motorisch aktivierend und reguliert das Abwehrsystem.
Von den etwa 360 bekannten Akupunkturpunkten, die auf 12 Meridianen verteilt sind, werden für jeden Menschen und seine individuellen Beschwerden einige Punkte ausgewählt (etwa 8 bis 14). Diese Punkte werden mit Silber-, Stahl- oder auch Goldnadeln genadelt und können durch Drehung auch stimuliert werden. Die Nadeln verbleiben zumeist zwischen 20 und 30 Minuten, bevor sie gezogen werden. Nach etwa 4 bis 6 Behandlungen stellen sich spätestens erste Erfolge ein; allerdings ist die Akupunktur auch keine „Allheilmethode“: Sie kann nur Gestörtes reparieren und nicht Zerstörtes! Nach gewisser Zeit wird eine Auffrischung nötig.
Die Körperakupunktur ist von der Ohrakupunktur zu unterscheiden, bei der Dauernadeln, z.B. für die Gewichtsreduktion oder die Nikotinentwöhnung eingesetzt werden können. Außerdem gibt es die Mundakupunktur und die Schädelakupunktur sowie den Einsatz von Laser. Bei der Elektroakupunktur nach VOLL (EAV) werden die Akupunkturnadeln elektrisch gereizt.
Die Komplexität der im Körper ablaufenden Prozesse verlangt vom Akupunkteur eine umfassende Ausbildung, die nach erfolgreich bestandener Prüfung mit dem Erwerb eines Diploms endet.
Die in diesem Verzeichnis vorgestellten Therapien und Methoden werden zum Teil seit Jahrhunderten praktiziert und sind auch in heutiger Zeit in Kursen und Seminaren unterrrichtet worden Sie können bei gesundheitlichen Problemen Rat und Hilfe eines Arztes nicht ersetzen. Der Betreiber dieses Verzeichnisses übernimmt keine Haftung für Schäden, die sich aus dem Gebrauch oder etwaigem Mißbrauch der hier vorgestellten Therapien und Methoden ergeben.
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