Die Elektroakupunktur oder auch Biologische Funktionsdiagnose nach Voll (EAV) ist ein Diagnose und Therapieverfahren
Nach langjährigen Beobachtungen fand Dr. Voll Anfang der 50er Jahre heraus, dass sich der energetische Zustand einzelner Organe und Organsysteme an bestimmten Punkten messen lässt. Die meisten dieser Punkte befinden sich an den Händen und Füßen, und zwar auf den zwölf aus der Traditionellen Chinesischen Akupunktur bekannten Meridianen und auf 8 weiteren Leitbahnen. Ihre Lage lässt sich u.a. wegen ihres verminderten Hautwiderstandes genau bestimmen.
Mit Hilfe der Meridianlehre der Traditionellen Chinesischen Medizin lassen sich Rückschlüsse über die Wechselwirkungen der einzelnen Organstörungen ziehen. So können beispielsweise Kniebeschwerden ihre Ursache in einer Erkrankung des Leber-Galle-Systems haben, ständig wiederkehrende Kieferhöhlenvereiterungen können durch eine Störung im System Magen-Milz hervorgerufen werden. Umgekehrt können aber auch die häufigen Bauchschmerzen daher kommen, daß die Kieferhöhlen chronisch entzündet sind. Oftmals sind auch Zahnmaterialien (Amalgam!) Auslöser von Organfunktionsstörungen.
Das Wissen um diese Beziehungen und ihre wechselseitigen Einflüsse bildet die Grundlage der Elektroakupunktur nach Dr. Voll.
Durch den von Dr. Voll entdeckten Medikamententest sind die Möglichkeiten der EAV noch vielfältiger: Mit Hilfe von Nosodenpräparaten (eiweißfreie sterilisierte Krankheitserreger in homöopathischer Aufbereitung) können Krankheitsursachen ohne großen Aufwand festgestellt werden. Der Vorteil dabei ist, daß die Medikamente - neben den Nosoden meist Homöopathika oder Organpräparate - auf ihre Wirksamkeit beim einzelnen Patienten getestet werden können, ohne daß dieser sie vorher einnehmen muß. So läßt sich für jeden Patienten ein ganz individuell passender Therapieplan erstellen.
Um einen vollständigen Überblick über den energetischen Zustand aller Organe des Körpers zu erhalten, findet zunächst an knapp 100 Punkten an Händen und Füßen eine Messung statt. Dazu hält der Patient eine Elektrode in einer Hand, während der Behandler an der anderen Hand mit einer feinen Meßelektrode die Punkte abtastet. Dabei fließt ein für den Patienten nicht fühlbarer Strom, der vom zugehörigen Organ „beantwortet“ wird. Die Höhe der gemessenen Werte gibt Auskunft darüber, ob sich das entsprechende Organ in einem energetischen Gleichgewicht befindet oder ob dort degenerative oder entzündliche Prozesse stattfinden.
Anschließend wird ein Medikamententest durchgeführt. Dazu werden die zu testenden Präparate nacheinander in den Meßkreis eingebracht. Werden mit einem Mittel die Meßwerte verbessert, unterstützt es die Gesundung des Patienten. Verändern sich die Meßwerte nicht, so weiß der Behandler, daß das Medikament nicht helfen würde.
Ziel dieser Medikamentenkur ist es, die im Bindegewebe eingelagerten Stoffe auszuleiten. Ist das Bindegewebe entschlackt, kann das Immunsystem seine Aufgabe wieder besser erfüllen.
Die als wirksam ausgetesteten Medikamente werden dem Patienten als Tropfen zum Einnehmen oder als Spritzen verordnet.
Insgesamt bietet die Elektroakupunktur nach Dr. Voll gute Möglichkeiten, die eigentlichen Ursachen von Krankheiten zu erkennen (auch lange bevor diese tatsächlich manifest werden) und Therapiepläne zu erstellen, die den Patienten bei der Überwindung ihrer Erkrankung helfen. Leider ist die Methode trotz schulmedizinisch nachgewiesener Heilerfolge von den Krankenkassen aus dem Leistungskatalog ausgeschlossen, was für die Patienten bedeutet, daß sie die Therapie selbst bezahlen müssen.
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