
Dipl.-Med. Claudia Buntrock
Fachärztin für Allgemeinmedizin
Blutegel sind Blut saugende Gürtelwürmer, die in Mitteleuropa besonders in Teichen vorkommen. Sie kommen aber auch in tropischen Regionen vor, wo sie eine Größe bis zu 46 cm erreichen können. Sowohl am Vorder- als auch am Hinterende haben sie eine Saugscheibe. Bei manchen Blutegeln enthält der am Vorderende liegende Mund drei bezahnte Platten, mit denen das Tier die Haut seiner Beute durchschneidet. Dadurch hinterlässt der Biss eine kleine dreieckige Wunde, aus der es über längere Zeit bluten kann (bis zu zwei Tagen).
Blutegel vermischen aufgenommenes Blut mit Speichelflüssigkeit. Ihr Speichel enthält eine gerinnungshemmende Substanz mit dem Namen Hirudin. Diese Substanz lässt sich gewinnen und wird in der Medizin dazu verwendet, um eine Blutgerinnung zu verhindern. Deshalb werden Blutegel seit Jahrhunderten dazu benutzt, um bei bestimmten Eingriffen einen Blutstau zu lindern. Diese Methode verursacht weniger Infektionen als andere Techniken. Inzwischen weiß man, dass es mindestens 13 weitere Wirkstoffe gibt, mit denen der Blutegel den Menschen helfen kann. Gegenwärtig wird sein Einsatz gegen depressive Erkrankungen untersucht.
Für die von Ärzten mit Erfolg eingesetzte Blutegeltherapie werden natürlich keine Blutegel aus irgendwelchen Teichen verwendet, sondern es gibt direkt medizinische Blutegel. Sie werden für den Einsatz am Menschen gezüchtet. Bei einer Sitzung kommen bis zu zehn Blutegel zum Einsatz. Nach 30 bis 90 Minuten fällt er satt und prall gefüllt ab. Diese Therapie ist somit eine besondere Form von Aderlass. Ein Blutegel kann immer nur einmal eingesetzt werden, denn mit der aufgenommenen Blutmenge ist er für ein Jahr satt. Deshalb werden sie danach entweder in Äther getötet oder zur Blutegelfarm zurück geschickt, wo sie im „Seniorenteich“ etwa 30 Jahre alt werden können - vorausgesetzt sie erhalten einmal im Jahr Futter. In der Blutegelfarm erhalten sie als Futter mit Tierblut getränkte Lappen, an denen sie sich festsaugen und fressen können.
Die in diesem Verzeichnis vorgestellten Therapien und Methoden werden zum Teil seit Jahrhunderten praktiziert und sind auch in heutiger Zeit in Kursen und Seminaren unterrrichtet worden Sie können bei gesundheitlichen Problemen Rat und Hilfe eines Arztes nicht ersetzen. Der Betreiber dieses Verzeichnisses übernimmt keine Haftung für Schäden, die sich aus dem Gebrauch oder etwaigem Mißbrauch der hier vorgestellten Therapien und Methoden ergeben.
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