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Heuschnupfen - Allergie

Beschwerden, Schmerzen - Therapie, Behandlungsmethode, Massage

Autor/in
Thorsten Müller
Heilpraktiker
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Allergie, Heuschnupfen - Wenn die Abwehr Kopf steht

Eine Allergie ist eine überschießende Reaktion von Abwehrzellen auf meist harmlose Stoffe, die oft in der Umwelt allgegenwärtig sind und Gesunde in keiner Weise beeinträchtigen. Die Allergie kann sich an allen Grenzflächen zwischen Umwelt und Innenwelt auswirken. Solche Grenzflächen sind die Haut, die Schleimhaut in den Atemwegen und im Magen-Darm-Trakt sowie die Augenbindehaut. Allergische Reaktionen können aber auch im Körper nach Aufnahme des Allergieauslösers ins Blut oder ins Gewebe ablaufen. Sie reichen vom harmlosen, aber lästigen Jucken über eine schwere Beeinträchtigung des Wohlbefindens bis hin zu lebensbedrohlichen Schockformen.

Die Besonderheit der Allergie besteht also darin, dass das Immunsystem auf einen eigentlich harmlosen Eindringling oder Reiz hin "verrückt" spielt. Es schließt also über sein eigentliches Ziel hinaus, nur krankmachende Erreger oder Gifte zu eliminieren. Dabei kann es sich im Extremfall sogar gegen körpereigenes Gewebe richten.

Die häufigsten Auslöser und Symptome

Pollen - Blütenstaub - sind der wesentliche Auslöser für allergischen Schnupfen. Weil häufig Gräserpollen dahinter stecken, spricht man auch von "Heu"schnupfen. Eine Allergie besteht nicht generell auf alle Pollen, sondern auf mehr oder weniger begrenzte Gruppen, z.B. auf einzelne oder mehrere Süßgräser, auf Blumen-, Kräuter- oder Baumpollen. Der allergieauslösende Stoff ist jeweils ein Eiweiß, das auch in Nahrungsmitteln stecken kann. Eine Allergie auf Haselpollen, die zu Heuschnupfen führt, kann einhergehen mit einer Allergie auf Haselnüsse, die sich in einem pelzigen Gefühl auf der Zunge, Bauchkrämpfen oder Durchfall äußert (sogenannte Kreuzallergie).

Die Pollen werden über den Wind in der Blütezeit über riesige Gebiete verteilt, sodass man sich ihnen kaum entziehen kann. Eine ähnlich weit verbreitete Allergie wie die Pollenallergie ist die Überempfindlichkeitsreaktion auf Hausstaub. Hier ist es der Kot der Hausstaubmilbe, der die Allergie auslöst und unterhält. Die Milben sind winzigste Spinnentiere, die praktisch überall im Hausstaub leben, sich dabei besonders in Teppichen, Bettzeug, Matratzen und Polstermöbeln aufhalten.

Hautschuppen von Haustieren verursachen die (nicht ganz korrekt so bezeichnete) Tierhaarallergie, z.B. auf Meerschweinchen, Katzen, aber auch Rinder, Pferde, Hunde und andere Haustiere.

Mehl und Holzstaub sind meist Allergene, die sich vor allem bei hoher beruflicher Belastung mit diesen Stäuben bemerkbar machen. Sowohl im Haushalt als auch im Beruf kommen Allergene, die Allergien vom Soforttyp wie auch Kontaktallergien auf der Haut (verzögerter Typ) auslösen, vor allem Chemikalien wie Lösungsmittel, Farbstoffe, Holzschutzmittel und Lacke, in Frage. Das Immunsystem unterscheidet dabei nicht zwischen "natürlich" und "syntetisch": sowohl Naturstoffe als auch "Chemie" können allergen wirken.

Bei den Nahrungsmittelallergien stehen Eiweiße aus Kuhmilch, Hühnerei, Fisch, Hefe, Getreide, Hülsenfrüchten (Soja) und Nüssen an oberster Stelle, seltener sind beispielsweise Allergien auf Schimmelpilze (auch als Edelschimmel und zur Veredelung von Säften eingesetzt!), Fleisch, Obst, Gewürze und Kräuter, Farb- und Konservierungsstoffe.

Kontaktekzeme, die juckende Flächen auf der Haut verursachen, werden vielfach von Nickel, Gummi (Latex), Farbstoffen, Inhaltsstoffen in Pflegeprodukten und Kosmetika oder Arzneimitteln hervorgerufen.

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