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Walking In Your Shoes (WIYS)

Psyche, Verhalten, Gespräch - Therapie, Behandlungsmethode, Massage

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Psychotherapeutin HPG Heilpraktikerin für Psychotherapie Bremen Psychotherapeutin HPG Heilpraktikerin für Psychotherapie in Bremen
Ute Holcombe
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Diese in Europa völlig neue Methode ermöglicht es, ein tieferes Verständnis für z. B. Personen aus Ihrer Familie, Ihrer Firma oder Ihrem sonstigen Umfeld zu bekommen.

Joseph Culp (Schauspieler, Regisseur und Autor) und John F. Cogswell (klinischer Psychologe) haben das Walking in den späten Achtzigern in Los Angeles entwickelt. Dort wurde diese Methode ursprünglich dazu genutzt, Schauspieler tief in ihre Rollen eintauchen zu lassen und somit noch intensiver darstellen zu können.

Bald entdeckte man, dass das Walken sich nicht nur auf die Schauspielerei beschränkte, sondern dass auch Personen aus dem realen Leben "gegangen" werden können.

Das "Walken" ist tatsächlich wörtlich zu nehmen. Sie fragen einen Stellvertreter aus der Gruppe (im Einzelsetting stelle ich mich zur Verfügung), der die von Ihnen bestimmte Person "geht". Dieser Stellvertreter bewegt sich durch den Raum und folgt seinen Impulsen. Durch die körperliche Bewegung des Gehens findet er/sie sich in die Person ein, die er/sie darstellt. Er/sie äußert auftauchende körperliche Wahrnehmungen, Emotionen, Gedanken. Ich begleite innerlich und äußerlich diesen Prozess und erspüre, welche Fragen an den Stellvertreter unterstützend sind. So können hilfreiche Informationen zutage treten.

WIYS ist nicht zu verwechseln mit systemischen Aufstellungen, jedoch kann sich eine solche an das Walking anschließen, was manchmal sehr effektiv sein kann.

Ein Walking ist kürzer als eine Aufstellung und schließt nicht unbedingt eine Interaktion mit dem Fragenden ein. Er bleibt meistens Beobachter und gelangt so an die Ressourcen, die er benötigt.

Walking In Your Shoes hat das Ziel, Sie mit Informationen zu versorgen, die Ihnen

z. B. eine Entscheidung und somit Ihr Leben leichter machen. Sie lernen, andere Menschen besser zu verstehen. Dadurch werden Ungewissheiten beendet und innerer Frieden kann wachsen.

Sie können z. B. vor einem Vorstellungsgespräch Ihren eventuell zukünftigen Chef "walken" lassen, um seine Befindlichkeit zu erspüren. Oder die Firma, bei der Sie arbeiten wollen.

Wenn Sie wissen wollen, warum es Ihrem Tier nicht gut geht, obwohl es anscheinend gesund ist, finden Sie es bei einem Walk heraus.

Sie können z. B. Krankheiten, Ihr Inneres Kind, Projekte, Ihre Zukunft, Ihren Erfolg, Ihre Berufung, Ihr Unternehmen, Ihren Kollegen etc. walken lassen. Wenn Sie eine Entscheidung zu treffen haben und nicht wissen, welche die richtige ist - lassen Sie die Möglichkeiten walken (ein sog. "Entscheidungswalk"). Hinterher wissen Sie mit Sicherheit, welcher Weg zu gehen ist.

Auch einzelne Organe Ihres Körpers können bei Beschwerden gewalkt werden.

Als sehr hilfreich wird das Walking von Eltern empfunden, die Probleme mit ihrem Kind haben und keinen Zugang mehr finden. Lebens- oder Ehepartner in einer Krise können ihren Partner walken lassen, wenn die verbale Kommunikation unmöglich geworden ist. So finden Sie vielleicht wieder einen Zugang zum Herzen des anderen.

Beim sog. "verdeckten Walking" wird das Anliegen des Fragenden nicht öffentlich gemacht (was in einer Gruppe bei subjektiv sehr heiklen oder emotionalen Themen für den Einzelnen durchaus angemessen sein kann), sondern auf einen Zettel geschrieben, den nur der/die Leiter/in liest. Dieser Zettel wird demjenigen gegeben, der - ebenfalls ohne den Inhalt des Zettels anzuschauen - das Walking bestreitet.

Öfter kommt die Frage auf: "Darf ich denn so einfach eine andere Person "walken" lassen? Ist das nicht übergriffig und verletzt dessen/deren Freiraum? Ich habe doch gar nicht die Erlaubnis dieses Menschen".

Auf den ersten Blick ist eine solche Frage durchaus verständlich. Und wie oft haben Sie schon jemandem, vielleicht in einer Meinungsverschiedenheit oder sogar einem Streit, gesagt: "Versetz' dich doch mal in meine Lage - was hättest Du denn getan?" oder "Stell' Dir mal vor, Du wärst in meiner Situation, hättest Du anders reagiert?" Genau das ist WIYS! Nur wird es in einem Workshop bewusst genutzt und nicht nebenbei.

Es können auch Einzelwalks stattfinden - dem/der Leiter/in wird von einem Klienten das Anliegen z. B. in einem Telefonat oder einem Gepräch im Einzelsetting mitgeteilt - dann wird es von dem/der Leiter/in gewalkt, das Resultat wird dem Klienten mitgeteilt und mit ihm besprochen.

Wir sind immer und überall in ein allumfassendes Informationsfeld eingebunden. Nicht nur ein großer Zweig der Physik, die Quantenmechanik, erkennt diese Tatsache an.

Auch die Erforschung der morphischen Felder (z. B. durch u. a. Rupert Sheldrake) bestätigt das.

Die Kernaussage jeder Religion lautet: "Wir sind eins."

Unser Radio zu Hause z. B. empfängt ständig Sendungen. Doch erst, wenn wir es genau auf die gewünschte Frequenz einstellen, empfangen wir auch die gewünschte Sendung. Und genau das passiert beim WIYS - wir stellen uns einfach bewusst auf eine Frequenz ein, mit der wir sowieso schwingen. Nur müssen wir im Alltag all diese vielen Frequenzen ausblenden. Und doch wissen wir ganz oft, wer am Telefon ist, bevor wir rangehen. Oder wer an der Tür klingelt, bevor wir sie öffnen. Achten Sie einfach mal drauf. Hunde stehen oft einige Minuten, bevor der Besitzer kommt, schwanzwedelnd an der Tür. Warum?

Weil wir verbunden sind mit Allem, was ist.

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