Als „keltischer Neo-Schamanismus“ bezeichnet sich eine stark vom Core-Schamanismus beeinflusste Neu-Heidnisch-Keltische Bewegung. Zentraler Aspekt des „keltischen Neo-Schamanentums“ ist die Erfahrung der „Anderswelt“, die mit der Welt der keltischen Götter und Geister identifiziert wird. Die keltischen Schamanen gehen von einem ewigen „Schamanistischem Bewusstsein“ aus, das von den verstorbenen Ahnen bewahrt wird und das der keltische Schamane durch eine Astralreise von diesen erlangen kann.
Die keltischen Schamanen interpretieren die keltische Religion als Verehrung der Natur und der Ahnengeister und machen oft Gebrauch von halluzinogenen Substanzen um sich in Trance zu begeben und die Welt dieser keltischen Geister zu besuchen, wobei sich die keltischen Schamanen auf Sagengestalten wie Taliesin berufen die ebenfalls als sterbliche Menschen die Anderswelt bereist haben sollen. Des Weiteren beinhaltet der Glaube der keltischen Schamanen die Lehre von der Wiedergeburt sowie Ansätze ganzheitlicher medizinischer Lehren.
„Neo-Kelten“ ist ein relativ neu-geprägter Begriff, den vor allem Anhänger des Neu-Heidentums gebrauchen, die sich selbst als „Erneuerer“ oder „Wiederhersteller“ der antiken keltischen Religion ansehen.
Im Gegensatz zu z. B. den Neo-Druiden oder den Celtic-Wiccas, welche sich zumeist bewusst sind, daß ihre Religionen eigenständige neue Entwicklungen darstellen, berufen sich die Neo-Kelten explizit auf das antike Keltentum und alte Volkstraditionen.
Auslöser für die „Neo-Kelten-Bewegung“ waren unter anderem neuere wissenschaftliche Erkenntnisse, die zeigten, daß viele ältere Theorien über die antiken Kelten, auf die sich z. B. das Neo-Druidentum oder Wicca in ihren Anfangstagen stützten, falsch waren und sich viele neo-pagane Bräuche nicht historisch untermauern lassen.
Die "Neo-Kelten" machen sich archäologische und volkskundliche Erkenntnisse zunutze um die alte keltische Religion zu rekonstruieren, was jedoch von den meisten ernsthaften Forschern als „Pseudowissenschaft“ kritisiert wird, da viele Neo-Kelten umstrittene archäologische oder etymologische Thesen nutzen um ihren Glauben zu fundieren.
Im Angelsächsischen Raum ist die Neo-Keltische-Bewegung auch als „Celtic Reconstructionism“ bekannt.
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