Aquafitness ist der Oberbegriff für Fitnesstraining im Wasser mit und ohne Hilfsmittel, welches Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordinationsfähigkeit schult. Darunter fallen verschiedene Angebote wie z.B. Aquajogging, Aquarobic, Aquastep, Aquapower und zahlreiche andere. Aquafitness entwickelte sich aus der traditionellen Wassergymnastik, wie sie heute noch als Training für Senioren, Übergewichtige und Kranke in Kliniken und Rehabilitationszentren praktiziert wird. Während früher der therapeutische Aspekt im Vordergrund stand, rücken heute Themen wie Spass, Wohlbefinden, Gesundheit und Fitness in den Mittelpunkt. Aquafitness ist für alle Altersgruppen, Schwimmer und Nichtschwimmer, sportlich Ungeübte, Übergewichtige, ältere Menschen, Hobbysportler und als Ergänzungstraining für Spitzensportler geeignet. Spezielle Kurse richten sich an Schwangere, Übergewichtige und Arthrosepatienten.
Das Element Wasser bietet aufgrund seiner physikalischen Eigenschaften ganz andere Bewegungsmöglichkeiten als an Land. Der Auftrieb bewirkt beispielsweise ein Gefühl der Schwerelosigkeit und ermöglicht durch die Entlastung von Wirbelsäule, Gelenken und Bändern ein schonendes Training von Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit. Alle Bewegungen müssen gegen den Wasserwiderstand ausgeführt werden, der 60mal größer als der Luftwiderstand an Land ist und ein effektives Training der gesamten Muskulatur bringt. Gleichzeitig ist die Verletzungsgefahr bei Bewegungen im Wasser geringer als an Land, da keine hastigen Bewegungen möglich sind und das Wasser Stürze vermeidet. Positiver Nebeneffekt ist die Massagewirkung des Wassers durch den Wasserdruck, welche die Haut strafft, die Durchblutung von Haut Muskulatur und Bindegewebe verbessert und so den Stoffwechsel anregt.
Jedes Aquafitnessangebot trainiert verschiedene Komponenten der allgemeinen Fitness. Die Angebote werden mit und ohne Musik, mit und ohne Material (z.B. Aquagürtel, Noodles, Wasserhandschuhe, Gummibälle, Hanteln, Schwimmbretter u.a.) durchgeführt.
Bewegungsprogramm mit oder ohne Auftriebshilfe im tiefen Wasser ohne Bodenkontakt zum Training der Ausdauer.
Laufen in hüfttiefem Wasser mit Bodenkontakt.
Sowohl Aquajogging als auch Aquawalking sind besonders geeignet als Aufbautraining nach Verletzungen des Bewegungsapparates.
Mittlere bis schnelle Bewegungen von mittlerem bis größerem Umfang sollen vor allem die aerobe (und anaerobe) Ausdauer trainieren. Als Hilfsmittel werden Wasserhandschuhe eingesetzt, die den Widerstand erhöhen. Die Übungen werden im tiefen und flachen Wasser durchgeführt.
Das Training der Kraft und der Kraftausdauer stehen im Mittelpunkt. Mit und ohne Materialien werden verschiedene Muskelgruppen bei zügigem Bewegungstempo gekräftigt.
Stepaerobic im Wasser. Gelenkschonender als an Land durch den Auftrieb des Wassers. Trainiert das Herz-Kreislauf-System, die Koordination und vor allem die unteren Extremitäten im hüft- bis brusttiefen Wasser.
Diese traditionelle Form der Wassergymnastik dient vor allem der Verbesserung der Beweglichkeit und Funktion der Gelenke. Durch die eher geringe körperliche Belastung ist sie vor allem für ältere Teilnehmer geeignet.
Im Vordergrund steht die Verbesserung der Gleichgewichtsfähigkeit durch sanfte Dehn- und Streckübungen, Massagen und gelenkmobilisierende Übungen.
Entspannung im Wasser mit und ohne Material
vertiefte Ausatmung durch Wasserdruck ? Kräftigung der Atemmuskulatur und langsamere, tiefere Atmung
hydrostatischer Druck verschiebt Blut Richtung Herz ? Herz schlägt langsamer, kraftvoller und damit ökonomischer
Wasserdruck verbessert die Durchblutung und fördert den venösen Rückfluss zum Herzen und den Stoffaustausch im Gewebe
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