Weiterbildung zum Heilpraktiker

Wer lernen will, soll recherchieren! Einer der beliebtesten Gesundheitsberufe in Deutschland ist der des Heilpraktikers. Doch wie wird man zum Heilpraktiker? Natürlich ist es hilfreich, sich persönlich an etablierte Mitglieder des Berufsstandes zu wenden, um von ihnen Tipps und Ratschläge einzuholen. Ebenso sinnvoll und sogar noch wichtiger ist es, bei all jenen Stellen zu recherchieren, die am Aus-, Fort- und Weiterbildungssystem für Heilpraktiker beteiligt sind. Dabei handelt es sich um Berufsschulen, Fort- und Weiterbildungsinstitute sowie Fernstudiengänge (nicht zu verwechseln mit herkömmlichen Studiengängen). Sehr hilfreich ist es ebenso, Informationen beim Bund Deutscher Heilpraktiker (BDH) einzuholen.

Fortbildung versus Weiterbildung

Häufig herrscht große Verwirrung um die Begrifflichkeiten der Fortbildung und der Weiterbildung. Es handelt sich keineswegs um dasselbe. Wer eine Weiterbildung machen möchte und nach einer Fortbildung fragt, wird schnell an seine Grenzen stoßen. Wer hingegen nach einer Weiterbildung fragt, obwohl er eine Fortbildung absolvieren möchte, wird sich alles andere als ernst genommen fühlen. Grundsätzlich gilt: Eine Fortbildung für Heilpraktiker ist eine Schulung oder ein Schulungsprogramm, das sich explizit an ausgebildete, berufserfahrene Heilpraktiker richtet. Teilnehmer einer Fortbildung haben also den Beruf des Heilpraktikers umfassend in einer staatlich anerkannten Ausbildung erlernt. Die Fortbildung dient ihnen dazu, sich in einzelnen Aspekten der Heilpraxis vertiefend weiterzubilden. Eine Weiterbildung zum Heilpraktiker hingegen realisieren Menschen, die ursprünglich einen anderen Beruf gelernt haben. Meist handelt es sich um Personen, die einer Profession im Gesundheitswesen nachgehen, etwa als Hebammen, Ärzte, Masseure, Physiotherapeuten oder Krankenpfleger. Aber auch Menschen, die bislang ihren Lebensunterhalt auf völlig andere Weise verdient haben, können sich zum Heilpraktiker weiterbilden lassen.

Mit Weiterbildung zum Heilpraktiker-Abschluss

Nicht jeder hat die Zeit und die finanziellen Ressourcen, nach einigen Jahren im Berufsleben noch einmal in Vollzeit die Schulbank zu drücken. Mit einem Fernstudium oder dem Besuch eines Fort- und Weiterbildungszentrums nach dem Vorbild der Abendschule können sich interessierte Menschen neben dem Beruf zum Heilpraktiker ausbilden lassen. Dabei sollte sich niemand vom Begriff des „Studiums“ abschrecken lassen. Ein Abitur wird nicht erwartet. Es handelt sich nicht um ein Studium im Sinne einer Hochschulverordnung. Wer mit Engagement bei der Sache ist, hat gute Aussichten, den Abschluss zu schaffen. Wichtig ist ein ordentliches Maß an Selbstdisziplin. Sofern der Austausch mit anderen Teilnehmern der Weiterbildung per Fernstudium nicht strukturell vorgesehen ist, sollte man selbst die Initiative ergreifen und den Kontakt zu seinen Kommilitonen suchen.

Voraussetzungen und Anforderungen einer Weiterbildung

Wer sich für eine Weiterbildung zum Heilpraktiker interessiert, sollte mindestens 25 Jahre alt sein und mindestens über einen Hauptschulabschluss verfügen. Vorzuweisen sind ein polizeiliches Führungszeugnis sowie ein ärztliches Attest über die geistige und körperliche Gesundheit. Die Weiterbildungsdauer beläuft sich auf etwa 20 Monate. In dieser Zeit können zusätzlich einige Sonderveranstaltungen können besuchen werden. Die Prüfung, die am Ende einer Weiterbildung zum Heilpraktiker steht, gleicht jener Prüfung, der sich Heilpraktiker unterziehen, die ihr Handwerk vor Ort in einer Berufsschule lernen: Eine Weiterbildung bereitet auf die amtsärztliche Prüfung vor, die jeder Heilpraktiker am Ende seiner Ausbildung meistern muss. Auch die Ausbildungsinhalte einer Weiterbildung orientieren sich an jenen der schulischen Ausbildung. Zu den Weiterbildungsinhalten gehören beispielsweise Psychologie und Naturheiltherapien.


Letzte Änderung: 09.09.2014

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