Warum Heilpraktiker werden?

Als Patient in deutschen Praxen hat man es zunehmend schwer. Die Kosten für medizinische Behandlungen werden immer häufiger auf die Patienten abgewälzt und die Krankenkassen übernehmen immer weniger Leistungen. Da kommt es schonmal vor, dass man sich für den Arztbesuch den Morgen freinehmen muss, da die Terminvergabe nur pro Forma zu einem bestimmten Zeitpunkt erfolgt. Hinzu kommen die zahlreichen Berichte über Behandlungsfehler, immer frühere Entlassungen nach Operationen, Krankenhausinfektionen, Transplantationsskandale oder überflüssige Operationen, die das Vertrauen in die allgemein Medizin schwinden lassen.

Heilpraktiker profitieren

Von all diesen Umständen profitieren zunehmend die deutschen Heilpraktiker und Homöopathen. Denn noch nie haben sich so viele Menschen in Deutschland für den Besuch eines Heilpraktikers entschieden, wie im letzten Jahr. „Kein Patient möchte schon bei seinem Arzt darauf hingewiesen werden, dass man nur als Privatpatient nicht drei Monate auf einen Termin warten muss, weil man die ärztliche Leistung selbst bezahlt. Und kein Patient möchte eine Fallpauschale sein, der Ärzte nicht ausreichend zuhören, weil sie Geld verdienen müssen“. So Heilpraktikerin Susanne Lebemann aus Koblenz.

Zunehmend macht sich auch das Wissen breit, dass die Produkte der Pharmaindustrie und die Praxis der Symptomunterdrückung nicht immer segensreich sind. Und trotz tendenziöser medialer Berichte seitens der Pharmaindustrie, dass Homöopathie nichts als ein wirkungsloses Placebo sei, setzen immer mehr Deutsche auf eine naturheilkundliche Behandlung und sanfte Medizin.

Heilpraktiker nehmen sich grundsätzlich viel Zeit für den einzelnen Patienten. Sie hören genau zu, analysieren die bestehenden Probleme mit einem eigenen Instrumentarium und wählen eine auf den Patienten zugeschnittene Therapie, die die Selbstheilungskräfte anregt. Beim Heilpraktiker wird eine individuelle und ganzheitlich ausgerichtete Medizin umgesetzt. In einer Hausarztpraxis wird man oft genug mit neuen Präparaten "beschenkt", die ein Pharmavertreter gerade hinterlassen hat.

Der rege Zuspruch in Heilpraktiker-Praxen ist eine Reaktion der Patienten auf Fehlentwicklungen im Medizinbetrieb. Es wird häufig weder nach bereits eingenommenen Medikamenten und Nahrungsergänzungen gefragt, noch werden die möglichen Neben- und Wechselwirkungen verschriebener Präparate ausreichend beachtet. Im Gegensatz dazu fühlen sich Menschen die sich von Heilpraktikern behandeln lassen meist umfangreicher betreut und verstanden. Der Mensch wird als gleichwertig verstanden und in seiner Komplexität erfasst. Er geht in dem Wissen, dass nicht nur das Symptom behandelt wird, sondern der ganze Mensch.

Wer sich selbst für das Fachwissen der Heilpraktik interessiert, der sollte sich das Angebot der zahlreichen Heilpraktikerschulen in Deutschland genauer anschauen.


Letzte Änderung: 18.08.2014

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