Zehn Fragen und Antworten rund um die E-Zigarette

Schon seit einiger Zeit machen E-Zigaretten den gewöhnlichen Tabakzigaretten Konkurrenz. Immer mehr Menschen entscheiden sich für einen Umstieg vom Rauchen hin zum Dampfen. Eine E-Zigarette ist jedoch nicht unkompliziert und schon vor dem Kauf sollten Kunden einige Dinge wissen. Auch die Frage nach der eigenen Gesundheit treibt viele Menschen um. Schließlich erhoffen sich die meisten Raucher vom Umstieg auf die E-Zigarette eine Verbesserung ihrer Gesundheit. Oft jedoch ist zu hören, dass E-Zigaretten nicht weniger schädlich sind als normale Zigaretten. Interessenverbände gehen gegen dieses Vorurteil zwar vehement vor, oft bleibt jedoch die Unsicherheit. Wer sich für das E-Dampfen interessiert, sollte sich also im Vorfeld ein eigenes Bild hiervon machen, um selbstbestimmt entscheiden zu können.

1. Wie funktioniert eine E-Zigarette?

Wie eine E-Zigarette funktioniert, ist stets abhängig vom Modell. Grundsätzlich jedoch wird bei einer E-Zigarette durch elektrischen Strom Wärme erzeugt. Diese Wärme sorgt dafür, dass das Liquid, das in den Tank eingefüllt wird, verdampft. Der Dampf wird dann vom Benutzer ein- und wieder ausgeatmet. Diese Darstellung ist selbstverständlich sehr vereinfacht, erklärt die Funktionsweise einer E-Zigarette jedoch in ihren Grundzügen.

2. Braucht eine E-Zigarette Pflege?

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Die E-Zigarette muss gut gepflegt werden. (Quelle: Horwin (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Damit eine E-Zigarette dauerhaft funktioniert, braucht sie Pflege. Der Tank muss regelmäßig gereinigt werden, sodass sich Ablagerungen von Liquids lösen. Zusätzlich ist auch ein regelmäßiger Austausch der Verdampferköpfe wichtig. Diese nehmen das Liquid auf und verschleißen mit der Zeit. Dies äußert sich dann in einer eher mangelhaften Dampfqualität und einem unangenehmen Geschmack. Außerdem müssen auch die Akkus aufgeladen und der Tank mit Liquid befüllt werden. All diese Aufgaben nehmen jedoch nur wenig Zeit in Anspruch, weswegen die Pflege einer E-Zigarette auch im Alltag keinen großen Zusatzaufwand darstellt.

3. Welche Inhaltsstoffe befinden sich in den Liquids?

Für den Verbraucher ist es selbstverständlich wichtig, die Inhaltsstoffe der verwendeten Liquids zu kennen. Diese können variieren. Im Großen und Ganzen sind in E-Zigaretten Liquids jedoch die fünf folgenden Stoffe enthalten:

  • Propylenglycol
  • Glycerin
  • Aromastoffe
  • Nikotin
  • destilliertes Wasser

All diese Stoffe werden in kleinen Fläschchen fertig gemischt angeboten, können jedoch auch zum Selbstmischen erworben werden. Dass in Liquids außerdem auch krebserregende Nitrosamine enthalten sein können, ist ein weitverbreitetes Vorurteil, das vor allem für Angst sorgt. Fakt ist jedoch, dass beim Kauf hochwertiger Liquids keine Nitrosamine zu befürchten sind. Es ist daher wichtig, gute Liquids zu kaufen. Manche Hersteller bieten inzwischen auch Liquids ohne Propylenglykol an.

4. Wo sind die Liquids erhältlich?

Da die E-Zigaretten noch nicht so weit verbreitet ist wie gewöhnliche Zigaretten, sind auch die Liquids vor Ort eher schwer zu finden. Manche Läden, die auch Tabakwaren anbieten, haben in den vergangenen Jahren ihr Sortiment um E-Zigaretten und Liquids erweitert. Die meisten Nutzer setzen beim Kauf von Liquids jedoch auf das Internet. Hier ist die Auswahl größer und die Preise liegen oft unter dem Niveau derer, die in Geschäften vor Ort verlangt werden. Hinzu kommt der Vorteil, dass das Zubehör und die E-Zigarette selbst gleichzeitig mit den Liquids bestellt werden können.

5. Was ist beim Umgang mit den Liquids wichtig?

Liquids gibt es in unterschiedlichen Varianten, was ihren Nikotingehalt betrifft. Außer bei Liquids ganz ohne Nikotin ist der giftige Stoff jedoch in jedem Fall enthalten. Es ist daher wichtig, dass beim Befüllen der Tanks mit Vorsicht vorgegangen wird. Alle Flächen, die mit dem Liquid in Berührung gekommen sind, müssen im Nachhinein gründlich gereinigt werden. Auch darf das Liquid niemals getrunken werden, da es hierdurch schnell zu gefährlichen Vergiftungserscheinungen kommen kann. Auch wenn die meisten Liquidfläschchen mit einem Sicherheitsverschluss versehen sind, sollten sie in Haushalten mit Kindern stets an einem sicheren Ort aufbewahrt werden.

6. Schmeckt E-Zigarettendampf so wie eine echte Zigarette?

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E-Zigaretten-Liquids gibt es in vielen Geschmacksrichtungen. (Quelle: Horwin (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Der Dampf einer E-Zigarette schmeckt nicht so wie der Rauch einer Zigarette. Es gibt zwar Liquids mit Tabakgeschmack, aber auch bei diesen ist das Aroma deutlich anders. Nutzer von E-Zigaretten wünschen sich zumeist nicht den Geschmack einer gewöhnlichen Zigarette, weswegen sie auf die zahlreichen Aromavarianten zurückgreifen, die es inzwischen am Markt gibt.

7. Was kostet das E-Zigaretten-Rauchen?

Ein Argument, das in Zusammenhang mit der E-Zigarette gerne erwähnt wird, ist der Kostenfaktor. So ist das Dampfen mit der E-Zigarette tatsächlich günstiger als das Zigarettenrauchen. Ein Fläschchen mit Liquid entspricht je nach Verhalten, Nikotingehalt und Nutzungsart etwa zwei bis drei Päckchen Zigaretten. Diese kosten heute in Summe etwa 15 Euro. Ein Fläschchen Liquid mit einer Füllmenge von zehn Millilitern schlägt dabei mit etwa fünf Euro zu buche. Es ist also tatsächlich möglich, mit dem E-Zigaretten-Dampfen weniger Geld auszugeben als mit gewöhnlichen Zigaretten. Wichtig ist es jedoch, dass Nutzer bei ihrer Kostenberechnung nicht die Ausgaben für Hardware wie E-Zigarette, Ersatzakkus und Verdampferköpfe vergessen. Auf blitzrechner.de können Interessierte einige Berechnungen rund um das tatsächliche Einsparpotenzial anstellen.

8. Bietet sich eine E-Zigarette zur Unterstützung an, wenn mit dem Rauchen aufgehört wird?

Oft wird Rauchern empfohlen, die Rauchentwöhnung mit der Unterstützung einer E-Zigarette zu versuchen. Diese Möglichkeit erweist sich jedoch nur für Personen als effektiv, die den grundsätzlichen Willen zum Aufhören haben. In der ersten Zeit können die ehemaligen Raucher und neuen Dampfer Liquids mit einem höheren Nikotingehalt wählen und diesen mit der Zeit immer weiter senken. So kann es nach einiger Zeit möglich sein, Liquids ganz ohne Nikotin zu verwenden.

9. Darf auch in Innenräumen „gedampft“ werden?

Grundsätzlich gilt das Rauchverbot in Restaurants, Gaststätten und an anderen Orten nicht für E-Zigaretten. Die meisten Dampfer achten jedoch auf die Einhaltung des Rauchverbotes und gehen zum Dampfen lieber vor die Tür. Hauptgrund hierfür ist die Tatsache, dass sich andere Menschen vom Dampf einer E-Zigarette ähnlich gestört fühlen. Allgemein jedoch ist der Dampf einer E-Zigarette weit weniger gefährlich als der Rauch einer Zigarette, da hier keine Verbrennung stattfindet.

10. Ist das „Dampfen“ gesundheitsschädlich?

Zigarette anzünden
Beim Rauchen werden zahlreiche Giftstoffe aufgenommen. (Quelle: pakura (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Selbstverständlich ist das Dampfen mit einer E-Zigarette nicht vollkommen gesund. Um den Vorteil der E-Zigarette hervorzuheben, vergleichen Fachleute jedoch oft die Schädlichkeit von Dampf und Zigarettenrauch. Hier liegt es auf der Hand, dass die vielen Stoffe, die beim Rauchen einer Zigarette eingeatmet werden, weitaus schädlicher für die Gesundheit sind als der E-Zigaretten Dampf. E-Zigaretten Nutzer tun ihrem Körper mit der E-Zigarette in diesem Zusammenhang zwar weiterhin nichts Gutes, senken die Giftstoffmenge im Vergleich zur Zigarette jedoch deutlich.


Letzte Änderung: 14.12.2015

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