Richtige Ernährung in der Schwangerschaft

Ein Glas saure Gurken und dazu ein Schokopudding? In der Schwangerschaft keine Seltenheit. Für etwa 85 Prozent der werdenden Mütter sind plötzliche Heißhungerattacken, seltsame Gelüste und skurrile Nahrungskombinationen an der Tagesordnung. Kein Grund zur Sorge, das ist völlig normal. Mamas-in-Spe müssen sich also keine Gedanken um die Auswirkung auf das Baby machen. Aber woher kommen diese Essgelüste und welche Nahrungsmittel sind für Schwangere trotzdem Tabu?

Ursache umstritten

Die Gründe, warum Schwangere plötzlich Appetit auf bestimmte Lebensmittel verspüren, sind noch ungeklärt. Ärzte und Ernährungsexperten nennen die hormonellen Schwankungen als Ursache, die neben dem Geruchssinn auch den Geschmackssinn werdender Mütter verändern und intensivieren. Wissenschaftler vermuten, dass der Körper selbst nach bestimmten Lebensmitteln verlangt, um einen Nährstoffmangel auszugleichen. Weitverbreitete Heißhungerattacken auf Feldsalat (viel Vitamin C, Kalzium, Eisen), Schokolade (Vitamin B) und Fleisch (Eiweiß, Eisen) lassen sich so erklären.

Ausreichend Nährstoffe sind wichtig

Essen für zwei darf nicht missverstanden werden. Erst ab dem vierten Monat sollten es pro Tag etwa 250 kcal mehr sein. Das entspricht aber nicht der doppelten Menge jeder Mahlzeit, sondern nur einer zusätzlichen Portion Müsli oder eines belegten Brötchens. Zum Ende der Schwangerschaft sollte die Frau zwischen zehn und 18 Kilogramm mehr auf die Waage bringen. Es kommt also nicht auf die Quantität, sondern auf die Qualität an, also auf die Inhaltsstoffe der Lebensmittel. Wer sich ausgewogen und vielseitig mit Vitaminen und Mineralstoffen und dennoch möglichst wenig Kalorien ernährt, kommt nach der Geburt auch wieder besser in Form.

Vorsicht vor Bakterien

Es gibt Lebensmittel, auf die Schwangere trotz Gelüste unbedingt verzichten sollten. Diese sind an sich nicht gefährlich, können aber mit Bakterien und Parasiten belastet sein, die dem Baby schaden. Deshalb gilt es den Konsum einzuschränken oder gleich ganz zu verzichten. Dazu zählen unter anderem rohes oder nicht ganz durchgebratenes Fleisch, Rohmilchprodukte, roher Fisch, geräucherter Schinken und Fisch, nicht ausreichend erhitzte Eier, Leber, Alkohol und koffeinhaltige Getränke.

Zeit der Vorfreude

Auch wenn werdende Mütter auf ihre Ernährung achten müssen, ist die Schwangerschaft keine Krankheit. Ganz im Gegenteil: diese neun Monate sollen eine schöne Zeit für das Baby und die Schwangere sein. Der Babyausstatter baby-walz hat in seinem Ratgeber zusammengefasst, was werdende Mütter in der Schwangerschaft erwartet.

Bildrechte: Flickr January 2013 Phalinn Ooi CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten


Letzte Änderung: 21.12.2015

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