Scheidenpilz in einer Schwangerschaft

Ein Scheidenpilz (Vaginale Pilzinfektion, vaginale Mykose) während einer Schwangerschaft ist keine seltene Diagnose, es betrifft ca. 30% der Frauen. Die Gründe hierfür sind keinesfalls mangelnde Hygienemaßnahmen. Schuld sind vielmehr die Schwangerschaftshormone, die den Zuckerhaushalt in den Zellen der Vaginalschleimhaut erhöhen. Wenn diese Hormonschwankungen einen Scheidenpilzerreger auslösen, finden diese so einen idealen Nährboden, eine Pilzinfektion ist hier die häufigste Ursache zu diesem Thema.

Symptome einer vaginbalen Pilzinfektion:

  • Gerötete und geschwollene Haut im Bereich der Vagina
  • Juckreiz und Brennen im Schambereich
  • Klumpigen, weißen Ausfluss aus der Vagina
  • Unangenehmer fischartiger Geruch

Das empfindliche Immunsystem

Das Immunsystem schwangerer Frauen ist nämlich sehr empfindlich. Dadurch es kommt also schneller oder leichter zu Infektionen. Viele Frauen, bei denen während ihrer Schwangerschaft ein Scheidenpilz bzw. vaginale Pilzinfektion diagnostiziert wird, sind schnell verunsichert und haben Angst um Ihr Baby. Sie fürchten eventuelle unangenehme Konsequenzen, unter denen dann auch das noch ungeboreren Baby leiden könnte. Wird ein Scheidenpilz rechtzeitig erkannt, kann diese Pilzinfektion unkompliziert und risikofrei behandelt werden. Für das Baby besteht nur eine Gefahr der Ansteckung während der Geburt. Die Wahrscheinlichkeit liegt dann bei ca. 90%. Das lässt sich aber leicht behandeln, somit besteht also keine Gefahr für das Baby.

Unkomplizierte Behandlung bei Scheidenpilz

Natürlich ist ein Scheidenpilz (Soorkolpitis, Vaginalsoor oder Vulvovaginitis candidomycetica), auch wenn er kein Risiko darstellt, immer sehr unangenehm und lästig. Aus diesem Grund, ist eine fachgerechte Behandlung notwendig, um der Infektion der Scheide den Gar aus zu machen. Eine präzise Diagnose eines Frauenarztes ist wichtig, um den Scheidenpilz richtig und nachhaltig zu bekämpfen. Mittlerweile gibt es einige Präparate, die hier auch bei nichtschwangeren Frauen, die an Scheidenpilz erkrankt sind, angewendet werden können. Allerdings sollten Frauen, die ein Baby erwarten, nicht vorschnell auf die freiverkäuflichen Produkte aus der Apotheke zurückgreifen und lieber den Arzt kontaktieren und um Rat bitten.

Zur Regeneration

Nur ein Gynäkologe kann den Schweregrad der Infektion beurteilen und entsprechend therapieren. Wenn die Scheidenpilz Infektion erfolgreich behandelt wurde, können Schwangere und Nichtschwangere mit einer Milchsäurekur selbt behandeln, denn sie regt die Regeneration der Scheidenflora an oder kann diese positiv beeinflussen. Diese Kur dient der Stabilisierung der empfindlichen Scheindenflora und kann bedenkenlos durchgeführt werden.


Letzte Änderung: 18.11.2015

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