Knochenbruchheilung

Ein unachtsamer Schritt, übertriebener sportlicher Ehrgeiz oder ein Unfall. Wer schon einmal einen oder mehrere gebrochene Knochen hatte, wird eine spannende Geschichte zu erzählen haben. Neben einer netten Geschichte, gehen jedoch auch unter Umständen schmerzhafte Behandlungen einher, die den Patienten das Leben deutlich erschweren können.

Bei der falschen Behandlung, lässt sich die Bewegungsfähigkeit des Patienten vielleicht sogar gar nicht mehr wiederherstellen. Damit Sie wissen worauf Sie sich einlassen, möchten wir Ihnen in diesem Artikel erklären, welche Stationen sie bei einer Knochenbruchheilung durchlaufen werden.

Zunächst einmal muss man zwischen zwei Arten von Knochenheilungen unterscheiden.

Als erstes befassen wir uns mit der sogenannten primären Knochenheilung. Diese kann nur stattfinden, wenn schon nach sehr kurzer Zeit nach dem Knochenbruch, die Knochen in ihre ursprüngliche Position gebracht werden. Da die Knochen so sehr nah aneinander liegen, dauert es nicht lange bis der Knochen wieder verheilt und seine ursprüngliche Standfestigkeit erlangt.

Die zweite Art der Knochenheilung ist die sogenannte sekundäre Knochenheilung. Diese tritt zum Beispiel auf, wenn deutlich mehr zwischen Fraktur und Behandlung vergangen ist. Ein weiterer Grund warum die primäre Knochenheilung nicht vollzogen werden kann, ist, dass der Knochen zertrümmert wurde. So ist es nun mal unmöglich den Knochen in seine ursprüngliche Form zu versetzen, ohne den massiven Einsatz von stabilisierenden medizinischen Elementen. Bei der sekundären Knochenheilung tritt, einfach ausgedrückt, flüssige Knochenmasse aus, die sich im Bein verteilt und aushärtet.

Das Gleiche passiert zwar auch bei der primären Knochenheilung, doch da die Abstände zwischen den Knochen hier viel größer sind, entstehen sehr dicke Knochen. Diese nennt man Kallus und man sollte meinen, dass sie durch ihre Dicke, beispielsweise einem Bein, ausreichend Stabilität verleihen würden. Tatsächlich sind diese im Inneren jedoch so zerbrechlich aufgebaut und mechanisch deutlich weniger belastbar. Ein Patient der eine solche sekundäre Knochenheilung hinter sich hat, wird den betroffenen Knochen nie wieder mit belastenden Dingen wie Sport konfrontieren dürfen. Neue Frakturen wären mit einer hohen Wahrscheinlichkeit zu erwarten und damit verbundene enorme Schmerzen für den Patienten.

Beginnen wir nun mit den einzelnen Stationen. Alles beginnt mit der sogenannten Frakturphase. Dies wird, als der Zeitraum bezeichnet, vom Beginn der Gewalteinwirkung auf den Knochen, bis zu dem Moment, ab dem keine äußeren Kräfte mehr auf ihn einwirken. In dieser Phase wird das Knochenmark, die Knochenhaut und das umliegende Gewebe durchtrennt. In der zurückgelassenen Spalte entsteht ein Bluterguss, der unbehandelt zu erheblichen Schmerzen führt.

Die nächste Phase ist die Entzündungsphase. In dieser Phase bilden sich mit einer hohen Geschwindigkeit neue Blutgefäße im verletzten Gewebe, die versuchen, das vom restlichen Körper getrennte Gewebe wieder mit Blut zu versorgen. Der Körper erhöht dabei die Blutversorgung der betroffenen Teile um das 6-fache und es entstehen viele kleine Entzündungen. Der Arm wird dicker durch die Entzündungen, was dem Patienten jedoch nicht unbedingt besondere Schmerzen bereiten muss. Die nächste Phase ist die Granulationsphase, in der flüssige Knochenmasse in die entstandenen Risse fließt und so versucht, die Knochen wieder miteinander zu verbinden. Danach folgt eine Aushärtungsphase in der eben jene Knochenmasse aushärtet und die Verbindung zwischen den Knochen wieder starr wird. Als letzte Phase kann man das sogenannte Remodeling ansehen, dass bis zu einem Jahr dauern kann. Dabei werden die von der Knochenmasse neu erzeugten Knochenfragmente immer wieder vom Körper ersetzt, um dem Knochen mehr Stabilität zu verleihen. Falls eine primäre Knochenheilung vorliegt, kann dies dazu führen, dass der Knochen ähnlich stabil, wie ein ganz normaler Knochen wird.

Die Knochenbruchheilung ist ein Beispiel für die enormen Selbstheilungskräfte des Menschen. Schon kurz nach der Gewalteinwirkung passieren eine Vielzahl von Dingen im Körper, die ihm helfen die Verletzung und dessen Schmerzen zu überstehen. Dennoch wünsche ich keinem meiner Leser diese Selbstheilungskräfte jemals selbst benutzen zu müssen.
Resource box: Henning O. studiert Wirtschaftsinformatik aber schreibt auch gerne mal über fremde Themen, wie die interessante Knochenbruch Heilung. Er schreibt freiberuflich auf mehreren großen Technikblogs.


Letzte Änderung: 14.12.2017

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