Kleine Rituale im Alltag

Eigentlich wollte ich einen Artikel über Erdheilungszeremonien schreiben. Das sind wunderschöne Rituale um Mutter Erde unseren Respekt zu zeigen und ihr ein bisschen von dem zurück zu geben was wir von ihr bekommen. Doch dann dachte ich, dass die Heilung für uns und für Mutter Erde im Kleinen beginnen sollte, in den alltäglichen Handlungen des normalen Lebens. Respektvoller und achtsamer Umgang mit mir und mit der Natur, in meinem täglichen Handeln, ist für mich der erste Schritt zur Ökologie. Dieser Text liefert einige Anregungen, die sehr einfach umzusetzen sind und wenig Zeit in Anspruch nehmen. Das macht sie alltagstauglich. Dabei muss ich zugeben, dass ich selbst nicht immer und zu jeder Zeit daran denke, diese Dinge auch zu tun. Schamanen sind, wie alle anderen, ganz normale Menschen. Doch manchmal ist immer besser als nie. Bei allen Handlungen sind die Gedanken sehr wichtig. „Energie folgt der Aufmerksamkeit.“ Worauf die Aufmerksamkeit also die Gedanken gerichtet werden geht auch die Energie hin.

Morgens und Abends
Wenn mein Tag beginnt, wünsche ich mir erst einmal selbst einen schönen guten Morgen. Dann begrüße ich den neuen Tag.:
„Guten Morgen Sonne.“
„Guten Morgen Garten.“
„Guten Morgen Mutter Erde.“
„Guten Morgen ihr lieben Hausgeister“ o.ä. ...
Mit einem kleinen Gebet können wir am Morgen die Wesen um uns darum bitten, uns über den Tag zu begleiten und uns zu unterstützen. Am Abend kann dann der Dank für den vergangenen Tag gesprochen werden.

Die Dusche

Für viele gehört das Duschen am Morgen zum täglichen Tagesablauf. Dabei kann das Wasser nicht nur zur Reinigung des Körper dienen sondern auch, um die Energien in und um den Körper zu reinigen. Man stellt sich vor, wie das Wasser alle negativen, schadenden Energien mit weg spült. Wenn man das Gefühl hat dass eine besonders gründliche Reinigung nötig ist, reibt man sich noch mit Salz ein und spült das dann wieder ab.

Die Toilette

Der Gang aufs Klo ist elementar. Es wird wenig darüber geredet weil es vielen peinlich ist. Doch niemand kann es einfach sein lassen. Also warum diese Zeit nicht zusätzlich sinnvoll nutzen? Auch hier kann eine energetische Reinigung stattfinden indem man sich vorstellt, wie alle negativen Energien mit in der Kanalisation landen. Auch ein Dankeschön an unsere Inneren Organe ist manchmal sinnvoll. Leber und Niere in Gedanken ein bisschen anspornen, damit sie auch ordentlich arbeiten. Ein bisschen in den Körper hinein spüren. Vielleicht gibt er ein Signal, was er grade beraucht.

Erden

Das Erden ist ganz wichtig für jede Form des energetischen Arbeitens. Doch gut geerdet sein hilft auch, die Situationen des täglichen Lebens besser zu meistern. Das Erden hilft uns, in unserer Mitte zu sein. Der Stress des Alltags kann uns dann kaum noch berühren. Denn wir können ihn einfach zur Erde ableiten.

Die wohl am häufigsten verwendete Erdungsübung ist die Baummeditation (hier in der Kurzfassung):
Die Füße stehen etwa schulterbreit auseinander.
Der Körper ist so gut wie möglich aufgerichtet. Wichtig ist ein bequemer Stand.

Visualisiere:
Mein Körper wird zum Stamm eines großen kräftigen Baumes.
Die Wurzeln meines Baumkörpers wachsen langsam in die Erde.
Immer tiefer und weiter breiten sie sich aus.
Über meine Wurzeln fließt die unerschöpfliche Kraft von Mutter Erde in mich hinein.
Die Übung darf so lange gemacht werden, bis man das Gefühl hat, vollständig aufgeladen zu sein. Oder einfach so lange wie es grade passt.

Die Ahnen

Die Ahnen zu achten und zu ehren gehört bei vielen Kulturen zu den täglichen Ritualen. Auch ich habe mir das zur Gewohnheit gemacht. Ich habe einen kleinen Teil meines Altars besonders für sie hergerichtet. Dort wird fast jeden Tag ein Räucherstäbchen als Geschenk angezündet. Dabei bedanke ich mich für ihren Beistand und bitte sie, mir auch weiterhin als Helfer zur Seite zu stehen. Kleine Geschenke und Aufmerksamkeiten erhalten die Freundschaft und zeigen Respekt.

Das Essen, Tischgebete

Das Essen, dass wir täglich auf unsere Tische stellen ist ein sehr wertvolles Geschenk von Mutter Natur. Sich dafür bei der Natur und ihren Wesenheiten und bei Gott und Göttin (oder dem Schöpfer, je nach Glauben) zu bedanken finde ich sehr wichtig. Dabei können traditionelle Tischgebete verwendet werden oder eigene Texter verfasst werden.

Bei der Zubereitung des Essens kann die Qualität des Essens verbessert werden, wenn die Gedanken dabei beachtet werden. Respekt und Achtung vor den Gaben der Schöpfung gewürzt mit ein bisschen liebevollem Umgang mit den Lebensmitteln macht eine Menge aus. Wie man gern sagt: „Mit Liebe gekocht.“ Diese Achtung und Liebe die wir in das Essen geben ist auch Liebe und Achtung für uns selbst und für die Menschen für die wir kochen.

Herdgeister und Küchengeister

Das Herdfeuer war früher ein besonderer Platz im Haus. Dieser wurde besonders gehütet und geehrt. Wurde in einem neuen Haus die Kochstelle eingerichtet war das oft eine heilige Handlung die von Ritualen begleitet wurde.

Ich habe zu Hause, wie fast jeder, einen ganz normalen Elektroherd mit einem Zeranfeld. Um meine Küchengeister zu Ehren richte ich regelmäßig ein symbolisches Herdfeuer her indem ich einige Teelichter auf den Herd stelle und sie dort abbrennen lassen. Zusätzlich habe ich einige Steine am Herd liegen um für gute Energien zu sorgen.

Der Ofen

Inzwischen haben wieder immer mehr Haushalte einen Holzofen der in der kalten Zeit täglich eingeheizt wird. Bei mir steht ein großer Kachelofen. Zu meinem täglichen Ritual des Anheizens gehört, mich bei Mutter Erde für das Holz zu bedanken. Ich bedanke mich bei dem Holz selbst, dass es sich opfert um das Haus warm zu machen. Ich danke den Feuergeistern dass sie mein Haus warm machen und dass sie mit der Kraft des Feuers gute Energie ins Haus bringen. Ich bitte sie, wirklich nur das Holz im Ofen zu verbrennen und das Haus vor einem Brand zu schützen.

Der Hausputz

Wischen, Staubsaugen, Aufräumen u.s.w. gehört zum Alltag im Haus. Auch hier kann mit den richtigen Gedanken und einem kleinen Ritual auch auf der energetischen Ebene geputzt werden ohne dabei extra Zeit aufbringen zu müssen: Eine kleine Prise Salz ins Putzwasser mit hinein geben und die Wesen von Wasser und Salz bitten, zu helfen den energetischen Dreck mit zu beseitigen. Sich beim Putzen auf das wegputzen vom energetischen Schmutz zu konzentrieren unterstützt das ganze noch.

Zusätzlich kann man regelmäßig mit einer Reinigungsräucherung durch das ganze Haus gehen.

Brauche ich das wirklich noch?

Eine Frage die wir uns recht regelmäßig stellen sollten. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Dinge, die sich ansammeln obwohl sie gar nicht gebraucht werden, große Mengen an Energie in einer Wohnung oder einem Haus schlucken können. Das kann soweit gehen, dass dieser Müll so blockierend wirkt, dass man Träge und lustlos oder sogar krank wird. Vielleicht findet sich ja auch ein bisschen Zeit, die Dinge die noch gut sind, sinnvoll weiter zu geben, statt Müll daraus zu machen.

Geschenke an die Natur

Wenn ich unterwegs bin, habe ich fast immer ein Päckchen Tabak in der Tasche. Manchmal sogar Räucherstäbchen oder kleine Halbedelsteine. Es sind Geschenke an die Wesen in der Natur. Sie sind gedacht als Tausch und Dank wenn ich etwas schönes gefunden habe, wenn ich mal wieder genau den richtigen Parkplatz bekommen habe oder weil ich einen Platz einfach besonders schön finde. Manchmal singe ich etwas. Auch bunte Bänder aus Naturmaterialien werden gern angenommen. Je mehr die Wesenheiten unsere Aufmerksamkeit bekommen um so leichter können sie mit uns in Kontakt treten. Denn diese Geschenke sind eine Form von Energie die wir ihnen damit zur Verfügung stellen.

Die Geister in Haus und Garten

Die Wesen in unserer direkten Umgebung freuen sich über Aufmerksamkeit. Ein schönes Dekorationsstück dass nur für sie aufgestellt wird oder vielleicht sogar ein kleiner besonderer Platz im Haus oder Garten macht ihnen große Freude. Sie lieben kleine Süßigkeiten. Zum Beispiel ein bisschen Milch und Honig auf die Fensterbank stellen.

Schöne Steine mögen sie ebenfalls gern. Dabei müssen es keine teuren Edelsteine sein. Auch im Wald finden sich oft wunderschöne Steine oder ein schön geformtes Wurzelstück.

Die berechtigte Frage ist sicher, was man davon hat, wenn man diese kleinen Aufmerksamkeiten gibt. Nach meiner Erfahrung verschwinden dann weniger Socken und Kugelschreiber, die Pflanzen in Wohnung Garten wachsen ein bisschen üppiger, die Geister helfen das Haus von schadenden Energien frei zu halten, das putzen geht ein bisschen leichter von der Hand.


Letzte Änderung: 10.10.2016

Autor/in und inhaltlich verantwortlich
Schamanin, Priesterin, Künstlerin Kalletal
Schamanin, Priesterin, Künstlerin Jasra, Silke Potthast
DE - 32689 Kalletal

Schamanin, Beratung und Seminare

Erfahrungen mit Kleine Rituale im Alltag

Es liegen uns leider noch keine Bewertungen oder Erfahrungen vor. Machen Sie den Anfang! Sie bleiben dabei anonym. Teilen Sie Ihre Erfahrungen und helfen anderen Patienten und Klienten. Vielen Dank!

Hinterlassen Sie Ihre Erfahrungen mit "Kleine Rituale im Alltag"

Seien Sie fair und höflich. Unangemessene, falsche oder beleidigende Bewertungen werden nicht akzeptiert und gelöscht.


Neue Artikel aus der Kategorie Coaching, Beratung

Gesundheit in Eigenverantwortung: Selbstregulation
Krankheit und „Weh-wehchen“ bieten wie jede andere Lebensherausforderung die Chance sich selbst einfühlsamer zu behandeln...
Überwinden Sie Ihre Ängste: Nur nicht von der Zukunft stressen lassen
Genau wie das Büroleben stressig sein kann, kann auch der Gedanke an die Zukunft verunsichern. Und Sorgen können krank machen....
Konfliktbearbeitung in der häuslichen Pflege
Welche Angebote gibt es und wie werden sie genutzt? Wissenschaftliche Studie.
Gesundheit & Coaching - eine lohnenswerte Zielfindung
Endlich frei von... doch wohin geht es dann? Coaching - der Weg hinzu - lebe Deine Ziele, gehe auf positive Dinge zu, anstatt von...