Hausmittel bei Erkältung

Besonders im Herbst und Winter kennen viele das Problem einer schniefenden Nase und einem matten Körpergefühl. Die kalten Jahreszeiten sind gleichzeitig auch die Erkältungszeiten. Das Sprichwort: „Eine Erkältung dauert neun Tage - drei Tage kommt sie, drei Tage bleibt sie, drei Tage geht sie“, kennen wahrscheinlich viele. Die Frage, die sich stellt, ist auch nicht, ob die Erkältung abgekürzt werden kann, sondern ob die Symptome gelindert werden können.

Vor allem im Arbeitsalltag ist dies wichtig, da viele Menschen einfach keine Zeit haben, um krank zu werden. Wer mit einer Erkältung zum Arzt geht, wird allerdings oft erst mal drei Tage krankgeschrieben. Wer das nicht will, kann es statt mit dem Arztbesuch mit Hausmitteln probieren. Allerdings ist hierbei eins zu beachten: Wenn nach spätestens vier Tagen keine Besserung der Symptome eintritt, sollte der Arzt aufgesucht werden - vor allem, falls ein Fieber auftritt oder immer weiter ansteigt.

Tees und Bäder helfen bei Erkältung

Tee trinken ist gesund. Vor allem bei einer Erkältung sollte auf dieses Getränk zurückgegriffen werden. Fencheltee beispielsweise wird immer noch gerne gegen die Krankheit aufgebrüht, ebenso gut hilft aber auch Anis-, Efeu-, oder Eukalyptustee. Wer mit den Kräutertees nichts anfangen kann, kann stattdessen auch auf heißen Zitronensaft zurückgreifen. Dieser sollte aber pur getrunken werden. Ruhe ist zudem ebenfalls wichtig: Nur, wer dem Körper die nötige Ruhe gibt, kann auch schnell gesund werden. Im Arbeitsalltag ist dies nicht immer möglich, sollte aber dennoch so gut es geht umgesetzt werden. Ansonsten kann es im schlimmsten Fall passieren, dass die Krankheit verschleppt wird und dadurch nur noch länger zum Verschwinden braucht. Um den Körper bei der Ruhe zu unterstützen, tun warme Vollbäder gut - die Wassertemperatur sollte zwischen 35 und 38 Grad Celsius liegen. Diese sollten aber nur dann genommen werden, wenn kein Fieber auftritt. Um die Atemwege zu befreien, können Erkältungsbäder dem Wasser zugemischt werden. Diese bestehen meist aus ätherischen Ölen, beispielsweise Fichtennadel-Öl, Menthol oder Eukalyptusöl. Säuglinge oder Kleinkinder sollten allerdings nur ein warmes Bad nehmen, ohne die Beimischung von ätherischen Ölen.

Gurgeln bei Husten und Halsschmerzen

Eine Erkältung geht häufig einher mit Husten und Halsschmerzen. Diese Symptome können mit ein paar einfachen Hausmitteln gelindert werden, wie test.de beschreibt. Wickel schaffen beispielsweise bei Halsschmerzen Abhilfe: Ein Tuch in kaltes Wasser tauchen, gut auswringen, um den Hals legen und ein trockenes Tuch außen herum wickeln. Statt dem kalten Wasser kann auch Quark genommen werden. Gegen Husten und Halsschmerzen gleichermaßen hilft zudem Gurgeln: Salzwasser, Kamillen- oder Salbeitee wirken schleimlösend und reizstillend: So wird einerseits der Husten gelöst und andererseits der Halsschmerz gestillt.

Bei Schnupfen hilft zudem noch eine ganz andere Variante: Die Nasenspülung. Bei dieser wird der Kopf schräg gelegt und das Wasser mit einer speziellen Nasenspülungskanne in das obere Nasenloch gegossen. Es läuft dann aus dem unteren wieder hinaus. Diese Spülung sollte aus Salzwasser in einer bestimmten Lösung bestehen: Etwa neun Gramm Salz pro einem Liter lauwarmen Wasser. Diese Spülungen helfen einerseits bei akuten Beschwerden, sind aber auch gut zur Vorbeugung geeignet.

Es gibt also einige Hausmittel, die gut bei Erkältung helfen. Hühnersuppe zählt ebenfalls zu den eben erwähnten noch dazu, ebenso wie die Bestrahlung des Gesichts durch Rotlicht. Ganz besonders wichtig ist aber schwitzen: Wer friert, kann sich nicht entspannen und dem Körper so nicht die Ruhe geben, die er braucht, um gegen die Krankheit zu kämpfen. Deswegen sollten, wenn möglich, ein bis zwei Tage Bettruhe eingeplant werden, in denen der Kranke die ganze Zeit warm eingepackt ist.

Die warmen Vollbäder helfen dabei sehr gut: Wenn es danach sofort ins Bett geht, ist das Schwitzen vorprogrammiert. Trotzdem sollte aber bei hohem Fieber, bei Erwachsenen liegt dies ab etwa 39 Grad Celsius vor, oder bei anhaltenden Beschwerden der Arzt aufgesucht werden. Die folgende Liste stellt die Hausmittel, die gegen Erkältung helfen, noch einmal übersichtlich dar:

  • Viel Ruhe, vor allem Bettruhe
  • Schwitzen
  • Hühnersuppe trinken
  • Gesicht mit Rotlicht bestrahlen
  • Viel Tee trinken, am besten Kräutertees oder heiße Zitrone
  • Vollbäder mit einer Wassertemperatur zwischen 35 und 38° Celsius nehmen für zehn bis zwanzig Minuten; Ätherische Öle können dem Wasserbeigefügt werden
  • Wickel mit Wasser oder Quark gegen Hallschmerzen
  • Gurgeln mit Salzwasser, Salbei- oder Kamillentee hilft gegen Husten und Halsschmerzen
  • Nasenspülung mit Salzwasser hilft gegen Schnupfen

Letzte Änderung: 18.11.2015

Autor/in und inhaltlich verantwortlich
Heilpraktiker Hannover
Privat
Heilpraktiker Markus Müller
DE - 30655 Hannover

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