Komplettsanierung der Zähne

Wurde ein Gebiss stark in Mitleidenschaft gezogen, stellt der Zahnarzt oft den Befund, dass einige Zähne gezogen werden müssen. Die verbleibenden leeren Stellen werden jedoch durch geeigneten Zahnersatz ausgetauscht. Dieses Entfernen des rudimentären natürlichen Zahnbestands und dessen Ersatz durch einen kompletten künstlichen Zahnersatz bezeichnet man als Vollsanierung der Zähne.

Möglichkeiten der Vollsanierung

Viele Menschen schreckt bereits die Bezeichnung des Eingriffs ab. Jedoch ist es oft die einzige Möglichkeit für einen Patienten, wieder ein normales Leben zu führen und ein gesundes Lächeln zu haben. Wenn das Gebiss wieder in einen Normalzustand versetzt wird, entstehen keine Probleme mehr beim Essen oder Reden und der Betroffene fühlt sich viel wohler in seiner Haut. Die Behandlungen werden inzwischen in vielen Praxen angeboten. Grundsätzlich sollten sich Patienten in aller Ruhe beraten lassen und Angebote von verschiedenen Ärzten einholen, sodass der Kostenfaktor verringert werden kann. Wie viel genau die Behandlung kosten wird, lässt sich aber nicht pauschal sagen, denn das kommt immer auf die individuellen Wünsche des Patienten, die medizinischen Möglichkeiten des Arztes und die gesundheitlichen Aspekte der Krankenkassen an. Die Kosten variieren also je nachdem, für welches Sanierungskonzept sich Arzt und Patient entscheiden. Das beginnt bereits bei der Narkose, denn hier gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • örtliche Betäubung
  • allgemeine Betäubung
  • intravenöse Sedation
  • Sedation durch eine Maske
  • Vollnarkose

Gründe für die Komplettsanierung

Oft haben Menschen große Angst vor dem Zahnarztbesuch, dass sie kleinere Sanierungen jahrelang aufschieben. Infolgedessen sind das Gebiss und die Zahnsubstanz nach einigen Jahren in einem dermaßen desolaten Zustand, dass eine Komplettsanierung notwendig wird. Dann wird eine Extraktion aller Zähne und eine Anpassung von Vollprothesen für den Ober- und Unterkiefer durchgeführt - genauso wie bei älteren Menschen. Andere Betroffene können nichts für ihr Leid, die Grundsubstanz ihrer Zähne ist schlichtweg schlecht - da kann auch die beste Zahnpflege die Zahnschäden nicht verhindern. Oft ist in solchen Fällen der Zahnschmelz nicht hart genug und anfällig für Karies. Eine andere Ursache ist, dass die Zahnhälse aufgrund parodontaler Probleme freiliegen und so Zahnhalskaries entsteht. Das beeinträchtigt nicht nur das Aussehen, sondern kann auch Probleme an den Zahnwurzeln und sogar an dem Kieferknochen verursachen. Es gibt also im Grunde drei Patientengruppen, bei denen eine Komplettsanierung notwendig ist:

  1. Zahnlose Patienten, bei denen nur noch Wurzelreste im Kiefer vorhanden sind
  2. Patienten mit Mundhöhlen- und Wurzelbettentzündungen und lockeren Zähnen
  3. Patienten mit kariösen Zähnen ohne Entzündungen in der Mundhöhle

Bild: © Hemera Technologies/AbleStock.com/Thinkstock


Letzte Änderung: 09.09.2014

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