Zahnwissen in Kurzform

Ein Zahnarztbesuch ist nicht wirklich jedermanns Lieblingsbeschäftigung. Wer aber seine Besuche beim Zahnarzt regelmäßig absolviert, braucht im Prinzip keinerlei Ängste vor Schmerzen oder unangenehmen Behandlungen zu haben. Zweimal pro Jahr wird der Gang zum Zahnarzt empfohlen. Sehr oft wird es dann heißen: „Der Zahnarzt hat überhaupt nicht gebohrt.“

Zahnsteinentfernung und Parodontose

Die Entfernung von Zahnstein ist in der Regel kein größeres Problem. Diese Prozedur empfiehlt jede Krankenkasse mindestens einmal pro Jahr. Mit der Entfernung von Zahnstein wird negativen Folgen vorgebeugt. Dazu zählt u.a. der Schwund von Zahnfleisch. In der Medizin spricht man von Parodontose als Folge. Zahnstein macht nämlich seinem Namen alle Ehre. Er baut außen und innen an alle Zähne eine Mauer aus dem schädlichen Material. Zahnstein wandert immer mehr in die Tiefe, das Zahnfleisch schwindet, die Zähne werden locker und fallen letztlich aus. Diese Zahnstein-Mauer kann weder durch Mundspülungen noch durch Zähneputzen entfernt werden. Nur der Zahnarzt mit seinen Spezialinstrumenten, ist in der Lage dem rauen gelblich-braunen Zahnstein den Gar aus zu machen. Das passiert überwiegend mit Hilfe von Ultraschall und ist nahezu schmerzfrei. Leider ist der Zahnstein dadurch nicht für immer ausgerottet, sondern durch den Speichelfluss und die anorganischen Stoffe in der Nahrung entsteht regelmäßig von neuem Parodontose.

Weisheitszähne

Nicht alle Menschen haben das Pech, dass sich bei ihnen Weisheitszähne entwickeln. Manche bleiben davon verschont, anderen wachsen gleich mehrere Exemplare. Bei einigen wachsen sie zwar, verursachen aber keinerlei Beschwerden. Für manche Menschen jedoch sind die überflüssigen Weisheitszähne eine starke Plage. Überwiegend zwischen dem 16. und 40. Lebensjahr ist die Geburtstunde vom Weisheitszahn. Daher rührt auch der Name, denn früher hat man fortgeschrittenes Alter automatisch mit erworbener Weisheit verbunden. Weisheitszähne wachsen ganz hinten im Mundraum und finden dort keinen Platz mehr im Kiefer, demzufolge verkanten sie oft und entzünden sich. Manche schaffen sogar den Durchbruch nicht und piesacken verdeckt im Kiefer. Schmerzen entstehen beim Schlucken und Kauen. Fast in allen Fällen müssen diese Plaggeister extrahiert werden. Hier kommt der Zahnarzt oder Kieferchirurg zum Einsatz und bewahrt vor weiteren Beschwerden.

Zahnimplantate

Eine segensreiche Erfindung des 20. Jahrhunderts sind die Zahnimplantate. Auf diese Technik haben sich viele Zahnärzte spezialisiert. Ein Zahnimplantat ist ein in den Kiefer eingepflanztes Zahnersatzteil. Dieses Ersatzteil dient dem Aufbau von künstlichen Zähnen oder Gebissen. Binnen weniger Monate wächst das Zahnimplantat in den Kieferknochen ein und wird zu einem festen Grundträger, er übt die Funktion einer künstlichen Zahnwurzel aus. Diese künstliche Wurzel wird mittels Schraubgewinde in den Kieferknochen eingesetzt oder auch implantiert. Diese besteht in den meisten Fällen aus Titan, das ist ein unverwüstlichen Metall und verursacht selten Abstoßungsreaktionen.


Letzte Änderung: 22.08.2014

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