Arganöl - der Gesundheit etwas Gutes tun

Der Arganbaum ist mit seinen reichhaltigen Dornen recht interessant anzusehen. Er gehört inzwischen zu den ältesten Bäumen, die es auf unserer Erde noch gibt. Allerdings gibt es ihn nur noch in einigen Regionen im Südwesten von Marokko. Die Früchte, die in der Hauptsache von Hand geerntet werden, haben den Beinamen "das flüssige Gold von Marokko".

Was zeichnet Arganöl aus?

Die Beduinen verwenden Arganöl schon seit vielen Jahrhunderten, um Haut und Haare zu pflegen. Dem Arganöl, mit der lateinischen Bezeichnung Argania Spinosa Kernel Oil, werden heilende Eigenschaften nachgesagt. In marokkanischen Hausapotheken gehört das Arganöl mit zur Grundausstattung. Selbst in der Küche findet das kostbare Öl Anwendung. Das Öl wird aus dem Kerninneren der Arganfrucht gewonnen. Auch bei uns wird das Öl immer beliebter. Der Handel bietet zwei verschiedene Varianten an. Das native Arganöl wird aus gerösteten Argankernen hergestellt. Durch das leichte Röstaroma bekommt es seinen typischen nussigen Geschmack. Es eignet sich hervorragend für Salate und andere Speisen. Neben den herkömmlichen Ölen gibt es noch das Bio-Arganöl. Die Herstellung ist eigentlich die gleiche, nur das Bioöl unterliegt einer regelmäßigen Kontrolle und ist mit dem Siegel versehen. Aufgrund der besonderen Anbausituation sollte allerdings jedes Arganöl ein biologisches sein, denn im gesamten Anbaugebiet entspricht der Anbau den biologischen Grundsätzen. Trotzdem solltest du aufpassen, wenn Du Arganöl kaufen willst, denn nicht immer, wo Arganöl draufsteht, bekommst du auch 100 % reines Arganöl.

Arganöl ist wertvoll

Für 1 Liter reines Arganöl musst du mit einem Preis von 90 EUR bis 120 EUR rechnen. Immer dann, wenn eine 250-ml-Flasche Arganöl weit unter 20 EUR angeboten wird, sollten bei dir alle Alarmglocken läuten. Arganöl ist in der Herstellung so arbeitsintensiv, dass es gar nicht billiger angeboten werden kann. Dazu kommt, dass die Ernte sehr schwierig ist. Es gibt in Marokko nur noch rund 800.000 ha, auf denen dieser Baum wächst. Arganöl ist damit immer sehr knapp. Inzwischen ist sogar der restliche Bestand bedroht und steht unter strengem Schutz. Für die Herstellung von Arganöl dürfen nur die Nüsse verwendet werden, die von alleine vom Baum fallen.

Wofür wird Arganöl verwendet?

Wie schon im oberen Absatz erwähnt, findet Arganöl in der Küche Anwendung, aber auch in der Kosmetik oder als Heilmittel. Wenn du Arganöl als kosmetisches Öl verwenden willst, kannst du es pur auftragen oder natürlich auch als Kosmetikprodukt. Viele Lotionen, Seifen und andere Kosmetikprodukte haben inzwischen Arganöl als Inhaltsstoff. Aber auch hier solltest du aufpassen. Manchmal ist in den Produkten so wenig Arganöl enthalten, dass es keine Wirkung mehr hat. Generell kannst du davon ausgehen, dass der Arganölanteil umso höher ist, je weiter oben die Zutat in der Inhaltsliste steht. Arganöl wirkt antioxidativ und desinfizierend, aber auch pilz- und bakterienhemmend. Schon allein die paar Beispiele reichen aus, um Arganöl bei den unterschiedlichsten Beschwerden, wie zum Beispiel Haut- und Haarprobleme, Fettstoffwechselstörungen, Gelenkerkrankungen und Krebs einzusetzen. Wenn du selber Arganöl verwenden möchtest, um dein allgemeines Wohlbefinden zu steigern, reicht es vollkommen aus, wenn du täglich einen Esslöffel des marokkanischen Goldes zu dir nimmst.

Das Besondere am Arganöl

Die Inhalts- und Wirkstoffe des Arganöls sind noch längst nicht bis zum Ende erforscht. Ganz sicher ist auf jeden Fall, dass es heilende und pflegende Kräfte hat und auf jeden Fall wohltuend ist. Allerdings sollte auch auf die Qualität geachtet werden. Bei uns wird reines Arganöl oft in Feinkostläden angeboten. Wenn du ein wenig Erfahrung mit diesem interessanten Öl gemacht hast, wirst du bald am Geschmack erkennen, ob es sich um ein hochwertiges Öl handelt oder um eine minderwertige Qualität.

Foto: © Gennadiy Poznyakov - Fotolia.com


Letzte Änderung: 01.09.2014

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