Natürlich vor der Sonne schützen

Das größte Organ des menschlichen Körpers ist die Haut. Was du auf sie aufträgst, gelangt auch in deinen Körper. Nicht nur Kleinkinder und Allergiker, alle Menschen sollten daher gesunden Sonnenschutz wählen.

Bei üblichen Sonnenschutzmitteln sind viele Inhaltsstoffe in Verruf gekommen, sie könnten Allergien und Krebs auslösen.

Diese Stoffe sind:

  • Oxybenzone (auch Benzophenone-3),
  • Palmitate wie Retinylpalmitat u.a.
  • Parabene und andere Emulgatoren
  • Alkohole (Methyl..., Propyl... u.a.)
  • Polyethylenglycol PEG und andere Duft- und, Konservierungsstoffe
  • Lösungsmittel und Öle aus Erdöl

Als gesunder Sonnenschutz wurden bislang Mittel empfohlen, die auf physikalische Weise schützen: Zinkoxid und Titanoxid reflektieren Sonnenstrahlen zurück. Da diese heute in so kleiner Teilchengröße (1-100 Nanometer) verwendet werden, damit die sonst typische weißliche Färbung der Haut nach dem Auftragen wegfällt, besteht die Ansicht, dass diese Stoffe auch in den Körper gelangen. Ab Juli 2013 müssen kosmetische Produkte mit Nanotechnologie gekennzeichnet sein.

Wer jedes Risiko vermeiden will, verwendet kein Sonnenschutzmittel mit benannten Inhalten. Besser sind natürliche Produkte, die pflanzliche Öle und natürliche Bindemittel wie Bienenwachs oder Lanolin enthalten. Ein einfaches Rezept zum Selbstherstellen aus allen Mittelmeerländern ist dies:

1 halber Liter gutes Olivenöl + Saft aus drei Zitronen

Diese Mixtur plegt die Haut, riecht gut und hat einen Lichtschutzfaktor 5. Gleichsam wirkungsvoll sind Zusammenstellungen z.B. aus Sesamöl. Das Öl macht die Haut glatt und geschmeidig und blockt dazu noch bis zu 30 % der UV-Strahlen ab. Zudem ist es reich an Antioxidantien und kann so der Schädigung der Haut durch freie Radikale vorbeugen. Öle aus Kokos, Jojoba, Erdnuss, Avocado und Hanf bieten sich ebenfalls an, haben trotz ihrer pflegenden Wirkung jedoch einen geringeren UV Schutz. Am höchsten liegt hier noch Kokosöl mit etwa 20 %, alle anderen liegen weitaus darunter und bieten sich eher für bereits vorgebräunte Haut an.

Apropos: Das Bräunen sollte immer langsam und etappenweise erfolge, was am Gesündesten ist. Außerdem kann so durch die Sonne das lebenswichtige Vitamin D im Körper gebildet werden, was durch extrem hohe Lichtschutzfaktoren gerade verhindert wird. Vitamin D-Mangel kann auch Krebs bewirken.
Bei bekannter Sonnenempfindlichkeit empfiehlt sich dagegen als vorbeugende Maßnahme das aus der Homöopathie bekannte Lachesis D 12.

Natürlicher Sonnenschutz von Innen

Natürlich spielt eine gesunde Ernährung beim Aufbau eines UV-Schutzes eine ebenso große Rolle. Neben Karotten, die B-Carotin enthalten und dadurch den UV-Schild der Haut unterstützten, gab es wissenschaftliche Studien zur Wirkung von Tomaten. Diese enthalten Lycopen, ein Antioxidans, das jedoch nur bei gekochten Tomaten in seiner aktiven Form vorliegt. Bereits 55 Gramm Tomatenmark pro Tag können wohl den Lichtschutz der Haut um 33 % erhöhen. Ein weiteres äußerst hilfreiches Antioxidans, eines der stärksten, ist Astaxanthin, das in roten Algen vorkommt. Es beugt nicht nur der Hautalterung vor indem es freie Radikale bekämpft, sondern bietet von innen heraus einen sehr guten Schutz gegen Sonnenbrand, sodass man länger Sonnenstrahlen ausgesetzt sein kann.


Letzte Änderung: 11.01.2018

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