Werde was Du bist

Die wohl sinnvollste Kunst, die es gibt, wird weder in der Familie noch im Bildungsweg gelernt. Es ist eine Kunst, die jedes Insekt, jedes Säugetier und jeder Vogel beherrscht - bloß wir nicht, die wir uns für die Krone der Schöpfung halten.

Gemeint ist die Kunst, zu werden, was man ist.

Das ist eine Formulierung, die widersinnig scheint. Denn warum sollte man erst werden müssen, was man bereits ist. Dieses Paradoxon verleitet viele Menschen dazu, sich selber für fertig zu halten – oder doch wenigstens für okay. In der Mehrzahl hängen gerade solche Personen diesem Aberglauben an, die es dringend nötig hätten, ihr Sosein in Frage zu stellen und an sich zu arbeiten. Denn wie ein Mensch angelegt ist, was der Sinn seiner Existenz ist und was ihn erfüllt, das unterscheidet sich grundlegend von dem, was er aus sich macht. Wer die Meinung vertritt, das Ergebnis aus Erziehung und Umwelt sei okay, der ist entweder ein Träumer oder hoffnungslos naiv. Die psychoanalytische Literatur attestiert dem Homo sapiens, der nach C.F. Gauß im Mittelbereich der Normalverteilung angesiedelt ist, dass er ein Zerrbild seiner selbst und psychisch kastriert ist. Möglicherweise hätte man den Sachverhalt eleganter formulieren können. Aber der Wahrheitsgehalt ist nicht zu bestreiten. Wer diesen Zustand für in Ordnung hält, der mag seinen Kopf ruhig weiter in den Sand stecken.

WEGE OHNE SINN

Wir müssen erst werden, was wir vom Start weg sein könnten, weil die Umweltbedingungen nun mal nicht so sind wie es in esoterischer Sicht wünschenswert wäre. Unzählige Kinder stellen das Ergebnis eines Verkehrsunfalls dar, werden aber im nachhinein oft als Wunschkinder bezeichnet. Zahlreiche Eltern sind unreif und den Anforderungen der Erziehung nicht gewachsen, leben in Hassliebe und Streit und sind beruflich derart überlastet, dass für ihre Kinder kaum noch Zeit bleibt. Und von den Helfern, die beratend, unterstützend und therapierend dienen sollten, wollen wir lieber schweigen. Denn die Mentoren und Supervisoren dieser Berufsgruppen, die über den höchsten Bildungsgrad verfügen, nehmen auf der Tabelle der Selbstmordkandidaten eine Top-Position ein. Ich glaube, dass das nicht gerade eine Empfehlung darstellt. Und wenn Sie mich fragen, was das mit der Crew der Gesalbten zu tun hat, die sich Therapeuten nennen, so darf ich mich in aller Bescheidenheit auf den Volksmund berufen, der da sagt:

EIN FAULER APFEL STECKT HUNDERT AN!

Glauben Sie bloß nicht, dass ich zu den Autorinnen gehöre, die Wasser predigen und Wein trinken. Ich habe eine Ausbildung hinter mir, die von den Angehörigen der angesprochenen Zünfte nicht mehr als fünf Prozent durchstehen würden. Die Zulassung als Therapeut zu bekommen, ist relativ leicht. Aber ein guter Therapeut zu sein, ist verdammt schwer. Daher gibt es so wenige, von denen man behaupten kann, dass sie gut sind. Von den selbsternannten Gurus und Hexen, den Shaktis und Tarot-Tanten, den Traumexpert/innen und Schamaninnen, die sich auf der Eso-Szene tummeln, wollen wir lieber schweigen. Kurz: es ist schwer, den status quo zu ändern und das zu werden, was man ist und sein soll.

Denn die, welche aus unerfindlichen Gründen das Sagen haben und sich als Helfer bezeichnen, haben die Kunst der Selbstverwirklichung selbst nicht gelernt. Es handelt sich schlicht und einfach um Fachautoritäten, von denen Dschuang Dsi sagt:

Mit einem Fachmann kann man nicht vom Leben reden, er ist gebunden durch seine Lehre.

Das ist aber erst die Hälfte der Medaille. Denn nicht einmal die, welche sich Esoteriker nennen, sind bereit, den Weg des Werdens auf sich zu nehmen, geschweige denn die von der anderen Fakultät, die sich grinsend an die Stirn tippen, wenn von Esoterik die Rede ist. Und hier schließt sich der Circulus vitiosus, weil die Möchtegerns und Scharlatane nur anbieten, was die Pseudo-Esoteriker suchen. Man nennt das ein parasitäres Arrangement, weil einer vom anderen profitiert, indem einer den anderen ausnützt. Man kann sich aufblähen wie ein Frosch im Drohverhalten, weil man seine Zimmerwände mit Diplomen tapeziert hat und Seminare besucht, die gerade in sind, aber innerlich bleibt man unverändert und ist nichts weiter als die aktuelle Variante eines Pharisäers. Wer Erfolg auf der Eso-Szene haben will, der muss das Rezept der Scheinheiligkeit beachten:

Lasse alles beim alten und wecke keine schlafenden Hunde.
Gehst du nämlich ans Eingemachte, so hast du bald nichts mehr zu tun.
Was also soll man tun, wenn man wirklich und wahrhaftig werden will, was man ist?

PSYCHOFEEDBACK

Haben Sie gewusst, dass der Feinstoffliche Organismus, den wir Seele nennen, Feedbacks abgibt, die den Zweck verfolgen, uns werden zu lassen? Nein, sagen Sie? Doch, Sie haben es gewusst. Nur kennen Sie das Feedback unter einem anderen Namen. Wir nennen es Traum. Der Traum ist seinem Wesen nach ein Psychofeedback, dessen Sinn es ist, uns dahin zurückzuführen, wo wir abgedriftet sind, um den Vorstellungen unserer Eltern und Lehrer zu entsprechen oder das zu tun, was gerade in ist und Erfolg verspricht.

Um es gleich vorweg zu sagen: es gibt kein Rezept, das in der Hinsicht den Erfolg garantiert. Denn entscheidend ist in jedem Fall das Engagement der Person, die zu sich finden will, um den Sinn ihrer Existenz zu erfüllen. Wenn der Biss fehlt, der unerschütterliche Wille, dann führt das zu nichts. Und wenn man sich seine Träume von Herrn oder Frau XY aus den Foren deuten lässt, dann kann man auch gleich Knöchelchen werfen oder in den Kaffeesatz gucken.

Wer gelernt hat, seine Träume richtig zu verstehen, der hat die besten Voraussetzungen, zu werden, was er wirklich ist. Denn Träume lügen nicht. Viele Theorien haben sich als falsch erwiesen, Menschen können sich irren, aber der Traum irrt sich nie. Denn im unbewussten Bereich des Feinstofflichen Organismus ist alles beinhaltet, was Sie und mich ausmacht. Da kommt kein Psychoanalytiker und kein Wahrsager mit. Deshalb arbeite ich mit Träumen und kann diesen Pfad wärmstens empfehlen...


Letzte Änderung: 03.10.2018


Autor/in und inhaltlich verantwortlich
Sebastian Lichtenberg Humanenergetiker, Geistheiler, spiritueller Lebensberater, Reiki-Meister Seefeld
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Humanenergetiker, Geistheiler, spiritueller Lebensberater, Reiki-Meister Sebastian Lichtenberg
82229 Seefeld

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