Misteltherapie - Heilpflanze der Antike

Die Misteltherapie wird seit der Antike als Heilpflanze verwendet. Sie war Hippokrates ebenso bekannt wie Hildegard von Bingen und Paracelsus. Seit etwa 100 Jahren wird sie im Rahmen der Umstimmungstherapie vorrangig bei Krebserkrankungen eingesetzt.

Was ist eine Misteltherapie?

Die Mistel enthält mehrere pharmakologisch wirksame Substanzen, deren wichtigste die Mistel-Lektine ML-1, ML-2 und ML-3 sind, die gemeinsam eine immunsteigernde Wirkung haben. Die Lektine aktivieren das Immunsystem, also die Leukozyten oder auch weiße Blutkörperchen ebenso wie bestimmte Botenstoffe, die für eine Erhöhung des Endorphinspiegels zuständig sind. Dadurch werden die Selbstheilungskräfte mobilisiert und die Schmerzen gedämpft. Natürlich stellt die Misteltherapie nur eine Säule der Krebstherapie dar, sie hilft jedoch auch, die Chemo- und Strahlentherapie besser zu vertragen, weil sie die Nebenwirkungen deutlich geringer hält.

Die Mistel wird als Injektion 2 bis 3 mal in der Woche unter die Haut gespritzt. Zumeist wird sich der Patient selber spritzen. Wichtig ist dabei, das die Ampullen immer im Kühlschrank gelagert werden. Die Dauer der Therapie ist mit dem Therapeuten abzustimmen. Sie sollte etwa 3 Jahre betragen, kann aber auch länger verabreicht werden. Frühestens nach 3 Monaten lässt sich eine Pause von 2 bis 4 Wochen machen. Zu den Nebenwirkungen der Therapie gehören Temperaturanstieg, Hautrötungen, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und Kreislaufbeschwerden.

Da diese Therapie auch von der Schulmedizin anerkannt wird, wird sie von allen Krankenkassen übernommen.

Indikationen

  • bösartige Erkrankungen (Krebs)

Kontraindikationen

  • Tuberkulose
  • Schwangerschaft
  • Stillzeit und Kinder unter 12 Jahre
  • sowie Mistel-Allergie

Misteltherapie Ausbildung / Weiterbildung


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Autor/in und inhaltlich verantwortlich
Dipl.-Med. Claudia Buntrock, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Zusatzbezeichnung: Naturheilverfahren und Chirotherapie

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