Oh Oh, diese Anker

Nein, es sind nicht die Anker von den Schiffen gemeint, die das Schiff an seinem Platz festhalten und sichern, sondern die Anker, die jeder in sich trägt. Ich spreche hier von all den Dingen, an denen Erinnerungen hängen, Dingen, die vielleicht Traurigkeit, Leere, Wut, Frust...sprich negative Emotionen auslösen. Natürlich können Anker nicht nur negative Emotionen hervorrufen, sie können auch genauso gut Freude im Menschen verbreiten.

Wie wirken Anker?

Man hört ein Lied aus der Kindheit oder Jugend und schon taucht man in die Vergangenheit ab und alte Erinnerungen werden wach. Man sieht ein Auto, welches man früher vielleicht selber mal gefahren hat und erinnert sich an diese Zeit zurück. Der Duft einer Pflanze kann genau so ein Anker sein, wie der Geschmack eines längst "vergessenen" Gewürzes... oder es kommt aus der hintersten Ecke des Kleiderschrankes ein Kleidungsstück zum Vorschein, welches man zu einem besonderen Anlass getragen hat... und schon läuft da ein Film vor dem inneren Auge ab.

Es gibt sehr sehr viele Dinge, der unterschiedlichsten Art, die man als Anker bezeichnet. Oft sind es negative, belastende Emotionen, die da zum Vorschein kommen, man hängt in alten Erinnerungen oder Mustern fest und kommt kaum noch von der Stelle, so, wie der Anker das Schiff (mit Absicht) an seinem Platz hält.

Was ist es, was die Menschen nicht loslassen lässt?

Ist es vielleicht, die Hoffnung, die Vergangenheit zurückholen zu können?
Möchte man, dass es wieder so ist wie früher?
Hat man Angst etwas zu vergessen?
Es gibt so viele Fragen, die vielleicht auch den Kern treffen würden. Sind es Gefühle?

Der Mensch lässt sich viel und oft von seinen Gefühlen überwältigen. In der Vergangenheit haben wir diese Gefühle bereits durchlebt… schlechte wie auch gute... Je nachdem, wie sehr unser Verstand Verknüpfungen zwischen Bildern und gemachten Filmen herstellt, sind unsere Gefühle mal stärker und mal schwächer. Das ist es was auch die Stärke des Ankers ausmacht. Zu wissen, wie unser Gehirn arbeitet und wie emotionalen Muster wirken und aufgelöst werden können ist hier sehr hilfreich und gar nicht so schwer zu verstehen.

Was hilft?

Betrachte doch einmal ganz bewusst dein Zuhause. Gehe von Raum zu Raum. Schaue dir die Dinge an, die da stehen oder hängen.

Was passiert?
Was macht das Betrachten einzelner Dinge mit dir?
Fühlst du dich gut oder bist du vielleicht doch eher betrübt?
Hast du gute oder schlechte Erinnerungen in dem Moment?
Kannst du lachen oder bist du eher den Tränen nahe?

Wenn du für dich feststellst, dass doch die einen oder anderen Dinge ein negatives Gefühl in dir auslösen, vielleicht sogar Traurigkeit hochkommt, dann frage dich, ob du diesen Gegenstand vielleicht entsorgen magst und kannst. Mit dem Entsorgen auch gleich die alten Erinnerungen loslassen kannst, um dann diesen leeren und gereinigten Platz mit etwas für dich schönem wieder füllen...etwas, was für dich ein gutes Gefühl auslöst, was dich erfreut.

Das ist dann für dich ein positiver Anker, ein bewusst gesetzter Anker mit positiven, erfreulichen, schönen Emotionen.

Warum ist loslassen schwierig?

Und wenn du etwas nicht loslassen kannst, ärgere dich nicht darüber, sondern frage dich, was du vielleicht daraus / darüber noch lernen sollst oder kanns. Vielleicht ist noch nicht der richtige Zeitpunkt. Vielleicht ist es auch der materielle Wert? Es ist immer deine Entscheidung, wie sehr du an etwas hängst.

Egal, welcher Grund es ist, prüfe genau, ob dieser Anker gut für dich ist.

Und wenn nicht:

trenne dich davon...
löse dich...
befreie dich...
Lifte den Anker...

Und es gibt noch mehr.

Noch ein Tipp

Hier noch ein Tipp für vielleicht die Menschen, die Vorträge oder ähnliches vor Publikum halten und denen das Gefühl des Lampenfiebers nicht fremd ist:

Die Bühne kann man mit verschiedenen Ankern versehen, wenn zum Beispiel eine bestimmte Position eingenommen wird, mit Blick in die Zuschauermenge, so kann man genau diesen Platz mit Selbstvertrauen und Charisma ankern. Viele Showmaster kennen diese Technik und machen sich diese starke Wirkung zu nutze. Bestimmte Stellen der Bühne sind für Antwort und Frage aus dem Publikum geankert.

Und nun ein herrliches Beispiel für diese Art zu Ankern, ist es, bei sich selbst das Auszuprobieren. Stelle dir eine Situation vor, in der du dich richtig glücklich fühltest, stelle sie dir so bildlich wie nur möglich vor, mit Geruch, Geschmack und Geräuschen.

Dann, wenn du so richtig in dieser Situation bist und alles so wunderbar fühlst wie es auch war, dann drücke dir mit dem Daumen in die Mitte deiner anderen Hand und halte diesen Druck, während du dir vorstellst, dass das Gefühl immer stärker und stärker wird und wenn es dann ganz stark ist, dann nehme deinen Daumen aus der Hand und denke einfach einmal an eine nicht so schöne Situation. Wenn du diese spürst, dann drücke deinen Daumen wieder an die gleiche Stelle wie eben. Merkst du es? Ja dein fröhliches, glückliches und so starkes Gefühl ist sofort wieder da und alle Traurigkeit verflogen.

So bist auch du nun in der Lage mit Ankern zu arbeiten und dir die positiven Aspekte des Ankerns für dich zu nutzen.


Letzte Änderung: 28.10.2015

Autor/in und inhaltlich verantwortlich
Hypnose-Coach, Mentaltrainerin, Energiearbeiterin Senden
Hypnose4life
Hypnose-Coach, Mentaltrainerin, Energiearbeiterin Agnes Reuter-Dulle
DE - 48308 Senden

Hypnose-Coach und Geistheiler in Senden (Münsterland). Meine Spezielgebiete sind Hypnose, Coaching, Mentaltraining, Energiearbeit und Wellnessmassagen für Erwachsene und Kinder.

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