Birkenzucker im Test: Vorteile

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Am bekanntesten ist sicher der Birkenzucker unter den Zuckeraustauschstoffen. Gehandelt wird er meist als Xylit oder durch die Marke Xucker. Dabei handelt es sich um einen natürlichen Zuckeralkohol. Gewonnen wird er durch aufwendige chemische Prozesse aus der Birkenrinde, welche jedoch keine negativen Auswirkungen auf seine Natürlichkeit haben. Allerdings schlägt sich der erhöhte Aufwand in der Produktion auf den Kaufpreis nieder. Trotzdem überwiegen die Vorteile bei der die Verwendung des Birkenzuckers, denn er weist einige positive Eigenschaften auf.

Birkenzucker im Test: Vorteile
Bild: Birkenzucker im Test: Vorteile

Unterstützung bei der Gewichtsreduktion

Birkenzucker hat eine Energiedichte von 240 Kalorien pro 100 Gramm. Das sind 160 Kalorien weniger auf die gleiche Menge bei herkömmlichen Haushaltszucker. Zudem hat er einen niedrigen glykämischen Index und kann von Diabetikern bedenkenlos verzehrt werden, da Birkenzucker nicht als Kohlenhydrat verstoffwechselt wird und das blutzuckerregulierende Insulin unangetastet bleibt. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist, dass keine Heißhungerattacken folgen, wie es bei anderen Zuckeraustauschstoffen oftmals der Fall ist. Aufgrund seiner verdauungsfördernden Wirkung sollte normaler Zucker nach und nach gegen Birkenzucker ausgetauscht werden, um Durchfall, Bauchschmerzen und Blähungen zu vermeiden.

Schutz vor Karies

In zuckerfreien Kaugummis und Zahnpasta ist Xylit bereits lange ein Bestandteil. Dass er sich vorbeugend auf die Entstehung von Karies auswirken kann, haben führende Studien bereits belegt. Bei dem Verzehr von zuckerhaltigen Lebensmitteln vermehren sich die kariesfördernden Bakterien im Mundraum und greifen die Zahnoberfläche an. Bekommen sie keinen Zucker mehr, bricht ihre Nahrung weg. Folglich verhungern sie und sterben mit der Zeit ab. So kann auch das Fortschreiten einer bereits entstandenen Karies gestoppt werden. Mittlerweile verordnen Zahnärzte Lutschpastillen aus Birkenzucker, da sie eine längere Verweildauer im Mund haben.

Vorbeugung anderer Erkrankungen

Was bis jetzt die Wenigsten wissen: Xylit kann sogar Mittelohrentzündungen verhindern. Durch seine antibakterielle Wirkung verhindert Birkenzucker das beispielsweise Pneumokokken, die durch eine orale Aufnahme ihren Weg in den menschlichen Körper finden, sich vermehren und Mittelohrentzündungen verursachen können.

Keine Nebenwirkungen

Dass Haushaltszucker zu Übergewicht und ernährungsbedingten Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schäden an der Leber bis hin zu Krebs führen kann, ist allgemein bekannt. Doch natürliche Zuckeralternativen aus Dicksäften, Fruchtsirup und Honig können bei größeren Mengen Allergien und Unverträglichkeiten auslösen. Chemisch hergestellte Zuckerersatzstoffe haben eine sehr hohe Süßkraft. Bei Verzehr von Süßstoffen wie Aspartam wird dem Gehirn über die Geschmacksrezeptoren signalisiert, dass es Energie zur Verfügung gestellt bekommt. Bemerkt das Gehirn, dass es sich um einen Trug handelt, sendet es Botenstoffe aus, die Heißhunger verursachen. Birkenzucker hat nur die Nebenwirkung, dass es bei einer zu hohen Verzehrmenge Verdauungsbeschwerden verursacht und abführend wirken kann. Manche bewerten dies allerdings als einen positiven Nebeneffekt, wenn sie beispielsweise zu Darmträgheit neigen.

Verwendung

Birkenzucker hat die gleiche Süßkraft wie normaler Haushaltzucker und kann daher 1:1 verwendet werden. Aufgrund des gleichen Mengenverhältnisses kann es in allen Rezepten eingesetzt werden, ohne dass man vorher viel umrechnen muss. Da er keinen Eigengeschmack hat, eignet sich Birkenzucker zum Kochen, Backen und auch für die Herstellung von Marmeladen. Im Handel findet man bereits viele Lebensmittel, die Xylit statt Zucker enthalten. In diversen Schokoladen, Kakao, Brotaufstrichen, Gelierzucker, Bonbons und Superfood-Snacks findet Birkenzucker bereits Verwendung und stellt so eine gesündere Alternative dar.


Letzte Änderung: 11.08.2021

Kommentare


17.09.2021

Bei Birkenzucker sollte man immer auf die Herkunft achten: Es gibt jetzt schon Birkenzucker aus China (sogar aus Holz)

Man sollte aber nur auf echten Birkenzucker vertrauen, der kommt dann garantiert aus Finnland und wird aus Birkenrinde hergestellt. Ansonsten Top Artikel und super geschrieben...

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