Karpaltunnelsyndrom - ist eine OP wirklich nötig?

Der Karpaltunnel ist im menschlichen Körper ein bestimmter Tunnel im Handgelenk. In diesem Tunnel verläuft unter anderem der Mittelnerv für die Hand. Er wird durch Kompression im Laufe der Zeit sehr hohem Druck ausgesetzt und reagiert oft mit Schmerzen. Schmerzen in der Hand und im Handgelenk sind hier die Folge und beeinträchtigen das tägliche Arbeitsleben in einem hohen Maß.

Überwiegend Frauen leiden unter dem Karpaltunnelsyndrom (KTS)

Das Karpaltunnelsyndrom (KTS) betrifft überwiegend Frauen, die bekanntlich als Hausfrau und Mutter lebenslang fleißig die Hände benutzen. Ursachen für das Karpaltunnelsyndrom sind wahrscheinlich genetische Erbanlagen oder Entzündungen von Sehnen. Frauen haben das Syndrom oft an beiden Handgelenken. Überwiegend ist ein Karpaltunnelsyndrom auf starke Belastung der Hände zurück zu führen. Einerseits vererbt und andererseits erworben sind die Gründe für KTS.

Durch neurologische Test kann der Arzt Karpaltunnelsyndrom diagnostizieren. Er ermittelt genaue Messwerte über den Grad des KTS. Nur in schweren Fällen wird das Karpaltunnelsyndrom durch eine Operation beseitigt. Hierbei handelt es sich um einen ambulanten Eingriff, und zwar bei Spezialisten der Handchirurgie. Nur kurze Zeit danach ist die Schonung der Hand erforderlich.

Einfache Mittel zur Schmerzlinderung

Danach sind die typischen Schmerzen verschwunden, kein Einschlafen der Hände, keine Nadelstiche, keine tauben Finger, keinen schmerzenden Daumen und keine Beschwerden mehr bei falschen Handbewegungen. Eine Operation ist lediglich bei einem fortgeschrittenen KTS nötig. Im Anfangsstadium reicht mitunter bei den ersten Anzeichen ein kräftiges Schütteln der Hand, damit sich ihr Innenleben wieder auf eine schmerzfreie Position zurück zieht.

Wenn das alles nicht mehr wirkt, dann hilft zunächst die konsequente Ruhigstellung der Hand. In der Nacht wird dazu beispielsweise eine Schiene getragen und am Tag eine starke Bandage. Unterstützt wird diese Therapie zum Teil auch durch Tabletten oder Injektionen mit Cortison. Die Beschwerden durch KTS können sich über einen langen Zeitraum noch in einem erträglichen Rahmen bewegen.

Endoskopische Methode

Wenn sie nur in größeren Intervallen auftreten und sich dann wieder verflüchtigen, ist eine Operation keinesfalls nötig. Frauen sind in dieser Hinsicht in der Regel durchaus belastbar. Eine Operation wird erst nötig, wenn am Daumen Muskelschwund einsetzt und am Mittelnerv direkte Schäden erkennbar werden.

Die Operation kann klassisch am offenen Arm vorgenommen werden oder mit der endoskopischen Methode. Beide Varianten versprechen denselben Erfolg. Mit Endoskopie kann der Arm wahrscheinlich früher wieder belastet werden. Bei der klassischen Methode kann mit der Hand am nächsten Tag schon wieder eine Faust geformt werden, nach gut zwei Wochen sind fast alle Arbeiten wieder möglich. Kleine Übertreibungen sollten vermieden werden, damit die Hand bals wieder voll einsatzbereit ist. Unten finden Sie einen Karpaltunnel-OP-Film zur Verdeutlichung.


Letzte Änderung: 18.11.2015

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