Radontherapie Beschreibung & Erfahrungen

Beschreibung der Methode "Radontherapie"

Was ist „Radontherapie”?

Die besondere biologische Wirkung des Radons beruht auf den au├čerordentlich energiereichen Alphastrahlen, die beim Zerfall entstehen. Es reichen deshalb schon sehr niedrige Dosen aus, um einen Effekt zu erzielen.

Was ist Radon?

Radon, genauer Radon-222, ist ein nat├╝rliches, radioaktives Edelgas, das geruchs- und farblos ist. Quelle (dieses Edelgases) ist das in der Erdrinde (├╝berall) enthaltene Radium, ein Metall, das wiederum durch Zerfall von Uran entsteht. Von Anfang an ist jeder Mensch nat├╝rlicher Radioaktivit├Ąt ausgesetzt; Radon macht davon einen Gro├čteil aus. Das radioaktive Edelgas steht auf der einen Seite im Verdacht, Lungenkrebs zu erzeugen, auf der anderen Seite wird es in der B├Ąderkunde als Heilmittel verwendet.

Bei der Diskussion um ein radonverursachtes Risiko geht es eigentlich nicht um das Edelgas selbst, sondern um seine "T├Âchter": Radon zerf├Ąllt wiederum in eine Reihe kurzlebiger Folgeprodukte, in Polonium, Wismut und Blei. Sie k├Ânnen zum Teil im K├Ârper haften bleiben, w├Ąhrend Radon als Edelgas keine chemischen Verbindungen im Organismus eingeht. Es zerfallen jedoch nur ein bis zwei Prozent des Radons im K├Ârper, sodass der Anteil der Folgeprodukte sehr klein ist.

Radon als Heilmittel

Kann Radon n├╝tzliche Wirkungen im K├Ârper entfalten?

Balneologen schreiben dem radioaktiven Edelgas in niedrigen Dosen entz├╝ndungshemmende und schmerzlindernde Effekte zu. Mittlerweile gibt es daf├╝r auch zahlreiche Hinweise aus der Grundlagenforschung:

Die Reparaturkapazit├Ąt der Zellen f├╝r Sch├Ąden im Erbgut wird duch die Alpha-Strahlung verbessert. Jede Zelle ist von Natur aus bef├Ąhigt, Funktionsst├Ârungen bis hin zu b├Âsartigen Entartungen zu erkennen und rechtzeitig zu beseitigen. Werden Zellen zun├Ąchst niedriger Strahlung ausgesetzt, bleiben die sonst ├╝blichen Sch├Ąden der h├Âheren Strahlendosen aus.

Radon bzw. seine Folgeprodukte lagern sich in fettreichen Geweben an, vor allem in der Nebennierenrinde und im Zentralnervensystem. Das k├Ânnte eine gesteigerte Hormonproduktion zur Folge haben. So wird der schmerzlindernde Effekt einer Radonkur u.a. auf die Aussch├╝ttung von Endorphinen (k├Ârpereigene schmerzlinderne Stoffe) zur├╝ckgef├╝hrt.

Das Immunsystem wird positiv beeinflu├čt: Bei Patienten mit Morbus Bechterew und degenerativen Gelenkleiden hat sich durch eine Radontherapie die anfangs erniedrigte Aktivit├Ąt von Abwehrzellen normalisiert.

Die Produktion von Radikalenf├Ąngern wird erh├Âht. Sie machen freie Radikale unsch├Ądlich - zerst├Ârerische Stoffwechselprodukte, die u.a. auch bei rheumatischen Prozessen eine wesentliche Rolle spielen.

Wie wird eine Radontherapie durchgef├╝hrt?

  • Baden, trinken, inhalieren - das sind die drei verschiedenen Formen der Radontherapie, wie sie heute in den Heilb├Ądern innerhalb der drei- bis vierw├Âchigen Kuren durchgef├╝hrt wird.
  • Bei Wannenb├Ądern im radonhaltigen Wasser gelangt das Edelgas ├╝ber die Haut in den K├Ârper.
  • Bei einer Kur im Heilstollen atmen die Patienten die radonhaltige Luft ein. Sind die Patienten nicht bekleidet, wird Radon gleichzeitig auch ├╝ber die Haut aufgenommen. In Badeorten mit radonhaltigen Quellen, k├Ânnen die aufsteigenden Gase auch abgefangen und den Patienten ├╝ber Hauben zum Inhalieren oder in Kabinen als Dunstbad zugef├╝hrt werden.
  • Bei den Trinkkuren mit radonhaltigem Wasser nimmt der Blutkreislauf Radon ├╝ber den Magen-Darmtrakt auf.

Gibt es bei der Radontherapie ein Strahlenrisiko?

Schon vor hundert Jahren machte die "Schneeberger Krankheit" von sich reden: Bergleute im Erzgebirge, die untertage ├╝ber viele Jahre extrem hohen Radonkonzentrationen ausgesetzt waren, starben fr├╝h an Lungenkrebs. Inwischen haben Untersuchungen einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Radondosen und Lungenkrebs ermittelt. Aufgrund dieser Daten im H├Âstrisikobereich wird in Verbindung mit rein hypothetischen Modellen ein rein theoretisches Minimalrisiko bei einer Radontherapie diskutiert. Andere Krebsarten im Zusammenhang mit Radon schlie├čen Experten aus.

Die physikalische Halbwertzeit von Radon betr├Ągt 3,8 Tage, die biologische nur 20 bis 30 Minuten. Das hei├čt, dass die H├Ąlfte des Radons nach dieser Zeit vom K├Ârper ausgeschieden ist. Schon nach wenigen Stunden ist kein Radon mehr im K├Ârper nachweisbar.

"Die Dosis macht das Gift sagte schon Paracelsus und so ist zu beachten", dass es sich bei einer Radontherapie im Stollen um bis zu tausendfach niedrigere Werte als in den Bergwerken handelt und bei solch niedrigen Dosen sch├Ądigende Wirkungen noch nie nachgewiesen wurden. Bei einer 3-w├Âchigen Heilstollenkur ist "im Mittel mit einer Ganzk├Ârperdosis von ca. 1,8 mSv zu rechnen, ein Wert der in etwa der durchschnittlichen Jahres-Belastung durch Radon in der nat├╝rlichen Umgebung eine Mitteleurop├Ąers entspricht. Bei der Badekur summiert sich der Wert auf noch geringere Werte." Eine Radontherapie stellt demnach eine Belastung dar, die in der normal├╝blichen Streuung untergeht - so die Experten.

Die Daten aus dem Bergbau lassen sich auch deshalb nicht auf eine Radonkur ├╝bertragen, weil die Luft in den Bergwerken im Unterschied zum Heilstollen auch mit anderen Lungenkrebs erzeugenden Schadstoffen belastet ist, wie z.B. Arsen oder Dieselabgasen. Zudem ist der Raucheranteil - etwa jeder 10. rauchende Bergmann bekommt Lungenkrebs - unter den Bergleuten ├╝berdurchschnittlich hoch.

Ber├╝cksichtigt man diese Faktoren, ist selbst bei der pessimistischen Annahme einer linearen Dosis-Wirkungs-Beziehung ohne Schwellenwert (= positiver Effekt von in gro├čen Mengen gesundheitssch├Ądigenden Stoffen, wenn sie in nur kleinen Mengen verabreicht werden), wie sie der Strahlenschutz aus reinen Vorsichtsgr├╝nden vertritt, das Lungenkrebs-Risiko einer Radontherapie vernachl├Ąssigbar klein.

Bei welchen Krankheiten ist eine Radontherapie angezeigt?

Im Laufe der fast hundertj├Ąhrigen dokumentierten Erfahrung mit der Radontherapie, haben sich einige Krankheits-
bilder herauskristallisiert, bei denen sich die Radonkur als spezifisch wirksam erwiesen hat. Das sind:

  • Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, allen voran die ankylosierende Spondylitis (Morbus Bechterew), aber auch chronische Polyarthritis (Rheumatoide Arthritis), Arthrose und bestimmte Formendes Weichteilrheumatismus
  • Erkrankungen der Atemwege, wie Asthma bronchiale oder chronische Bronchitis; Hautkrankheiten, wie Schuppenflechte (Psoriasis), Sklerodermie und Neurodermitis.

Bei diesen chronischen Krankheiten kann zwar auch das Radon keine Heilung bringen, aber wesentlich zur Linderung der Beschwerden beitragen. Um die Lebensqualit├Ąt der Patienten dauerhaft zu verbessern, kann eine Wiederholung der Kur alle ein bis drei Jahre angezeigt sein.

Wem ist von der Radontherapie abzuraten?

Menschen mit b├Âsartigen oder akuten entz├╝ndlichen Erkrankungen sowie einer ├ťberfunktion der Schilddr├╝se sollten sich keiner Radonkur unterziehen. Kindern und Schwangeren ist ebenfalls abzuraten. Herz-Kreislauf-Krankheiten k├Ânnten eventuell ein Problem darstellen, das der verordnende Arzt abkl├Ąren mu├č.

Sind die Erfolge einer Radontherapie wissenschaftlich belegt?

Schon seit Jahrhunderten genie├čen einige hei├če Quellen, z.B. auf Ischia oder in Bad Gastein, den Ruf besonderer Heilkraft. Wurde bis dahin ein "Brunnengeist" f├╝r die heilsame Wirkung verantwortlich gemacht, entdeckten Forscher 1904 das Radon als wirksamen Bestandteil der Quellen.

Die Radontherapie ist inzwischen in einigen klinischen Studien an Patienten wissenschaftlich untersucht worden - mit positivem Ergebnis. Bei allen Untersuchungen f├Ąllt auf, dass die therapeutische Wirkung des Radons mehrere Monate anh├Ąlt. In genau kontrollierten Doppelblindstudien, bei denen weder die Patienten noch die untersuchenden ├ärzte wu├čten, welcher Patient Radon erhielt und welcher nicht, wurde seine therapeutische Wirksamkeit bewiesen.


Autor/in und inhaltlich verantwortlich
B├Âckstein

Gasteiner Kur- , Reha und HeilstollenbetriebsgmbH

Gasteiner Heilstollen
5645 B├Âckstein, AT

Ein weltweit einzigartiges Heilklima bestehend aus W├Ąrme, hoher Luftfeuchtigkeit und einem nat├╝rlich erh├Âhten Radongehalt bewirken zB bei Morbus Bechteres, Fibromyalgie, Arthrosen, Arthritis, Atemwegs- und Hauterkrankungen eine langanhaltende Beschwerdelinderung.

Alle Rechte und Pflichten des Textes "Radontherapie" liegen beim Autor/den Autoren. Der Betreiber dieses Verzeichnisses ├╝bernimmt keine Haftung f├╝r Sch├Ąden, die sich aus dem Gebrauch oder etwaigem Missbrauch der hier vorgestellten Therapie, Heilverfahren, Massage oder Anwendung Radontherapie ergeben.

Basis Radontherapie Adressen-Liste in Deutschland

Radontherapie Videos


Erfahrungen mit Radontherapie

Es liegen uns leider noch keine Bewertungen oder Erfahrungen vor. Machen Sie den Anfang! Sie bleiben dabei anonym. Teilen Sie Ihre Erfahrungen und helfen anderen Patienten und Klienten. Vielen Dank!

Hinterlassen Sie Ihre Erfahrungen mit "Radontherapie"

Seien Sie fair und h├Âflich. Unangemessene, falsche oder beleidigende Bewertungen werden nicht akzeptiert und gel├Âscht.


Anbieter
in Deutschland

Pr├Ąsentieren Sie sich hier!

Wir verwenden Cookies, um Anzeigen zu personalisieren. Wir geben Informationen zu Ihrer Verwendung dieser Website an Partner f├╝r Werbung weiter. Diese f├╝hren diese Informationen m├Âglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Sie geben uns die Einwilligung zu diesen Cookies, sofern Sie diese Webseite nutzen. Details

Verstanden