Umweltmedizin

Beschreibung der Methode "Umweltmedizin"

Was ist „Umweltmedizin”?

Die These von der allgemeingültigen Giftigkeit von Substanzen, die Ihren Ausdruck in der Festlegung Höchstwerten für Schadstoffkonzentrationen findet, muß als eine zu stark vereinfachte Sichtweise bezeichnet werden. Durch moderne Laborparameter kann man beweisen, daß für manche Menschen geringste Stoffmengen, die bislang für unschädlich erklärt wurden, ohne Allergie schädlich sind, während andere keine Probleme damit haben.

Wer wird krank? - Die Gene entscheiden!

Der Grund für diese individuelle Schädlichkeit von Stoffen liegt in den unterschiedlichen Erbanlagen der Menschen. Die Abweichungen in den Genen führen zu einer unterschiedlichen Ausprägung des Immunsystems jedes einzelnen Menschen.Vor allem die Fähigkeit der sogenannten T-Zellen des lmmunsystems, die unter anderem für die Immunreaktion vom Verzögerten Typ verantwortlich sind, auf Umweltreize zu reagieren, ist höchst unterschiedlich.

Wie äußert sich diese unterschiedlicheAusprägung des lmmunsystems?

Das Immunsystem kann, je nach Veranlagung, unterschiedlich gut mit Bakterien oder Viren umgehen. Ein gutes Beispiel hierfür sind grippale Infekte - die gewöhnliche Erkältung. Während manche Menschen anscheinend gegen Erkältungen gefeit zu sein scheinen, nehmen andere in der Grippezeit jede Erkältung mit.

Mit der Reaktion auf Umweltstoffe verhält es sich genauso. Während die meisten Menschen auf einen bestimmten Stoff keine Reaktion zeigen, kann es bei manchen Menschen zu Überreaktionen auf Stoffe kommen, auf die das lmmunsystem, sinnvollerweise, eigentlich gar nicht reagieren sollte. Ähnlich wie bei Infektions- krankheiten hilft es auch hier meist wenig an den Symptomen herum zu behandeln - der beste Weg zur Heilung ist die Identifikation des Auslösers, gefolgt von der Beseitigung oder dem „Weglassen“ dieses Auslösers. Ebenso wie es in der Grippezeit für den Anfälligen am besten wäre, alle Menschenansammlungen zu meiden, können die Folgen einer Überreaktion des Immunsystems also am besten durch die Auffindung und Vermeidung des Auslösers geheilt werden.

Die Immunreaktion vom verzögerten Typ äußert sich, je nach Patient, in ganz unterschiedlichen Beschwerden. Es können sowohl grippeähnliche Symptome, Benommenheit, Gliederschmerzen, Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen, Asthma, Schnupfen, Migräne, Müdigkeit, aber auch Hyperaktivität und psychischen Veränderungen auftreten. Weil die Symptome so unterschiedlich sein können und auch erst verzögert - Stunden bis Tage später - auftreten, bringen wir unser schlechtes Befinden nicht mit den auslösenden Umweltfaktoren, wie z.B. Nahrungsmitteln in Zusammenhang. Zudem ist es aufgrund der Ähnlichkeit mit den Symptomen anderer Erkrankungen für den behandelnden Arzt häufig schwierig, die korrekte Diagnose zu stellen.

Aus naturheilkundlich homöopatischer Sicht handelt es sich hier um Konstitutionskrankheiten. Es handelt sich also nicht um vorübergehende Störungen örtlicher oder allgemeiner Art, nicht um eine vorübergehende Krankheitsdisposition, sondern um eine erbliche oder erworbene Veranlagung. Bezeichnend ist, daß ganz bestimmte Krankheitsformen sich auf dem gerade ihnen passenden Boden schleichend entwickeln.

Den konstitutionell Schwachen befällt die chronische Krankheit früher oder später, wenn es nicht gelingt, seine Veranlagung zu beeinflussen und die die Krankheit auslösenden Schädlichkeiten fernzuhalten. Es ist deshalb immer die vornehmste Aufgabe der Therapie, Einfluß auf die Körperkonstitution zu gewinnen, d. h. konstitutionell den ganzen Menschen zu behandeln, wie - uns dies auch Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, gelehrt hat.

In den vergangenen Jahren wurde im Rahmen der Erforschung von Krankheiten wie AIDS und Krebs oder der Abstoßung von Spenderorganen neue Diagnostikmethoden entwickelt.

Genauso wie es nach der Entdeckung der ersten bakteriellen Krankheitserreger durch Louis Pasteur (1870) mit dem Lichtmikroskop möglich wurde bis dahin rätselhafte Krankheiten - Geißeln der Menschheit wie Pest, Syphilis oder TBC - aufzuklären und später nach Entdeckung der Antibiotika zu heilen, können jetzt die Auslöser vieler Erkrankungen aufgespürt werden, denen die klassische Medizin bisher machtlos gegenüber stand. Möglich geworden ist dieser Fortschritt erst durch die stürmische Entwicklung der Molekular - und Zellbiologie und ihrer Methoden.

Mit der jetzt zur Verfügung stehenden Diagnostik gelang es der Forschung zu zeigen, daß viele chronische Erkrankungen auf eine Störung im Immunsystem zurückzuführen ist. Beispiele für solche Krankheiten sind das Chronische Müdigkeitssyndrom (CFS),das Fibromyalgie -Syndrom, die Überempfindlichkeit gegen Chemikalien (MCS), psychosomatische Erkrankungen und Autoimmunerkrankungen wie z. B.Rheuma und Kollagenosen, die schubweise auftreten.

Von der lmmunstimulation zur Krankheit: Umweltfaktoren als Auslöser ? Auslöser dieser Reaktion des lmmunsystems sind nicht etwa, wie man denken könnte, Bakterien oder Viren, sondern in vielen Fällen Umweltfaktoren. Werden diese Umweltfaktoren nicht aufgespürt und beseitigt, so kommt es, durch die chronische Stimulation des Immunsystems, zunächst zu Beschwerden (Symptomen)

Hierzu gehören:

  • Migräne, Kopf- und Gliederschmerzen,
  • Konzentrationschwäche, Antriebslosigkeit oder Hyperaktivität, Müdigkeit,
  • chronischer Schnupfen, Asthma
  • chronischen Magendarmbeschwerden mit und ohne Durchfällen.

In der Folge kann es zu chronischen Erkrankungen und schweren Organschädigungen kommen.

Neben Nahrungseiweiß und klassischen Umweltgiften (z.B. Formaldehyd) kann eine chronische lmmunstimulation auch von Zahnmetallen oder Medikamenten ausgelöst werden. Welcher Stoff für die Immunstimulation verantwortlich ist, ist dabei von Mensch zu Mensch, je nach vererbter Veranlagung (genetischer Konstitution) verschieden. Häufig können mit modernen immunologischen Labormethoden die auslösenden Stoffe und die von ihnen verursachten Immunreaktionen ermittelt werden.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Orthemolekulare Therapie (Vitamin- und Mineralstoff- Substitution - Entsäuerung):

Therapeutisch haben sich Vitamine, die oxidativen Stress vermindern, bewährt. Hierzu gehören: ß-Carotin (Provitamin A), Vitamin E, Vitamin C, Selen, L-Cystein und Gluthathion.

Chronische Entzündungen führen zu einer Stoffwechselübersäuerung.

Häufig ist deshalb eine Mineralstoffsubstitution mit basischen Mineralstoffen:

Calcium, Magnesium, Kalium und Bicarbonat (Basenpulver) sinnvoll.

Empfehlenswert: Antioxid - Orginal (Fa. Orthica bv., Weesp, Holland) und Bullrich Vital.

Energiemangel:

Zur Behandlung der Energiemangels ist ebenfalls eine Vitamin -und Mineralstoffzufuhr ggf. eine Enzymtherapie erforderlich. Eine Therapie mit Sauerstoff ist nur nach Regeneration der gestörten Energiegewinnung in der Zelle empfehlenswert. Hier hat sich in unserer Praxis die hämatogene Oxidationstherapie (HOT) bewährt.

„Weglassen“ bzw. "Entfernen" des auslösenden Stoffs:

Wenn die individuelle Sensibilisierung des Patienten festgestellt worden ist, kann eine Therapie durch „Weglassen“ bzw. „Entfernen“ des auslösenden Stoffs eingeleitet werden. Bei Zahnmetall - oder Giftstoffunverträglichkeit muß die entsprechende Substanz aus dem Körper bzw. aus der Umgebung entfernt werden.

Entgiftung:

Hierbei können Therapien, die den Körper bei einer Entgiftung unterstützen und eine Regeneration der Schleimhaut Barriere, erforderlich werden. In unserer Praxis werden die Darmreinigung nach F.X Mayr, die Colonhydrotherapie und die Symbioselenkung (Mikrobiologische Therapie) durchgeführt.

Funktionsstörung des Immunsystems:

Weiter sollte die Funktionsstörung des Immunsystems mit einer entsprechenden Immun-Therapie behoben werden. Zur Immunmodulation hat sich in unserer Praxis die Eigenbluttherapie oder Eigenharntherapie, Homöopathie und ggf. eine Thymustherapie sehr bewährt.

Seminare, Ausbildung & Kurse

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Autor/in und inhaltlich verantwortlich
Dr. Wolfgang May

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