Von Leinöl bis Cannabisöl: Gesunde Öle und worauf Verbraucher achten sollten

Wurde früher einfach irgendein Speiseöl in die Pfanne geschüttet, teilen heute bereits diverse Rezepte mit, auf welches Öl zurückgegriffen werden sollte. Der Geschmack der einzelnen Produkte ist oft so unterschiedlich, dass das Öl wahrlich einen Unterschied macht. Nicht umsonst wird immer wieder zu Olivenöl geraten, wenn es um mediterrane Gerichte geht. Doch hat das Speiseöl oftmals auch eine gesundheitsfördernde Wirkung. Gerade die Reichhaltigkeit an B-Vitaminen und den guten Fetten des Olivenöls ist bekannt. Aber was ist mit den anderen Produkten und auf welche Weise zeichnen sich die Öle überhaupt aus? Dieser Artikel gibt einen Überblick.

Von Leinöl bis Cannabisöl: Gesunde Öle und worauf Verbraucher achten sollten
Bild: Von Leinöl bis Cannabisöl: Gesunde Öle und worauf Verbraucher achten sollten

Hanföl

Hanföl, welches aus den Hanfsamen gewonnen wird, hat einen vielseitigen Nutzen und kann als Speiseöl, in der Kosmetik und für gesundheitliche Zwecke verwendet werden. Dabei hat es natürlich keine berauschende Wirkung. Seine gesundheitsfördernde Wirkung war bereits im Altertum bekannt, geriet jedoch - wie so vieles - in Vergessenheit. Ein Überblick über seine Wirkung:

Inhaltsstoffe - Hanföl hat einen köstlichen Geschmack, der es auch für die Küche qualifiziert. Dabei besitzt es wichtige Inhaltsstoffe, die den Körper von innen her aufbauen. Es ist reichhaltig an Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren, besitzt viele Vitamine und Mineralstoffe. Gerade die B-Vitamine sind in dem Öl vertreten.

Mängel - um Mängel im Vitamin- und Nährstoffhaushalt zu verhindern, kann Hanföl helfen.

Hauterkrankungen - Hanföl ist dafür bekannt, bei verschiedenen Hauterkrankungen Linderung zu verschaffen. Gerade Personen, die an Schuppenflechten oder Neurodermitis erkrankt sind, können auf das Öl in lindernder Weise innerlich und äußerlich zurückgreifen.

Entzündungen - die im Öl enthaltene Linolensäure und Stearionsäure helfen, Entzündungen zu beheben. Gerade bei Ohr- und Halsentzündungen kann die Einnahme zur Linderung beitragen. Da sich Hanföl nicht allein bei akuten entzündlichen Prozessen positiv auswirkt, sondern auch bei chronischen Entzündungen hilft, kann es dauerhaft bei Rheuma oder Arthrose genutzt werden.

Wechseljahre - in den Wechseljahren kann Hanföl dazu beitragen, die hormonellen Symptome abzuschwächen und beispielsweise die Stimmungsschwankungen zu lindern.

In der Küche kann Hanföl übrigens sehr gut kalt verwendet werden. Zum Braten oder anderweitigen Erhitzen ist es hingegen weniger geeignet, da durch die Wärme viele der wertvollen Inhaltsstoffe zerstört werden. Für Salate oder Dressings ist es hingegen ideal.

Leinöl

Leinöl gilt als ein wahres Kraftpaket. Um allerdings die Vorzüge des Öles zu erleben, müssen Verbraucher auf eine gute Qualität achten und das Öl richtig aufbewahren. Es muss drei Monate nach der Abfüllung aufgebraucht sein und während der Zeit im Kühlschrank aufbewahrt werden. Handelt es sich um frisch abgefülltes und korrekt gelagertes Leinöl, gibt es gleich mehrere positive Faktoren, die seine Nutzung befürworten:

Fettsäuren - das Öl ist besonders reich an den Omega-3-Fettsäuren und besitzt mehr von ihnen als frischer Fisch. Es muss nur wenig Öl genutzt werden, um den täglichen Bedarf zu decken. Omega-6-Fettsäuren wirken sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus und können die Sehkraft unterstützen. Gleichfalls bewirken sie im Hirn positive Vorgänge. Ein Mangel an den Säuren kann mitunter zu einer nachlassenden Denkleistung oder auch zu Depressionen führen. Trotzdem sollten sich Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren stets in einem guten Verhältnis befinden.

Blutfettwerte - Studien nach kann ein Esslöffel Leinöl gemeinsam mit Leinbrot bewirken, dass sich die Blutfettwerte verbessern.

Diabetes - Leinöl kann sich positiv auf die Blutzuckerwerte auswirken. Es greift in den Insulinspiegel ein und verhindert, dass der Wert nach dem Essen zu stark ansteigt.

Blutdruck - offenbar reguliert Leinöl oder vielmehr die in ihm enthaltenen Omega-3-Fettsäuren, auch den Blutdruck. In einem Test wurde Personen täglich eine Menge von 60 mg Leinöl verabreicht, wodurch sich der Blutdruck senkte und auch bei Stress nicht so stark einstieg.

Olivenöl

Olivenöl ist in der Küche bestens bekannt und nicht wenige behaupten, dass das Gold des Südens der Grund für die hohe Lebenserwartung in manchen Gebieten ist. Das Öl kann innerlich und äußerlich angewendet werden und hat durchaus seine Vorteile:

Fettsäuren - Olivenöl besteht zu einem hohen Anteil aus ungesättigten Fettsäuren, die den ganzen Organismus stärken. Die Omega-3-Fettsäuren wirken sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus und sind mitunter die Grundlage für die Zellerneuerung. Gleichfalls hemmen die Fettsäuren Entzündungen im Körper.

Infektionen - wer sich den Mund regelmäßig mit Olivenöl ausspült, kann Erkältungen vorbeugen. Auch bei Zahnfleischentzündungen hilft die Ölspülung bei der Heilung. Die Inhaltsstoffe des Öls haben eine entzündungshemmende Wirkung.

Hautkrankheiten - auch bei Neurodermitis oder Schuppenflechte hilft Olivenöl.

Dass Olivenöl Krebs vorbeugen soll und dem Herzinfarkt den Garaus macht, wird immer wieder behauptet. Hierbei wird auf die Langlebigkeit vieler Menschen in Mittelmeerregionen hingewiesen - unter anderem auf das Dorf mit den ältesten Einwohnern. Während Olivenöl - wie auch Lein und Hanföl - natürlich positive Eigenschaften hat, sollte immer wieder bedacht werden, dass vielfach die Ernährung in den Ländern anders ist. Sie ist häufig leichter, basiert auf viel Fisch, Oliven und Salaten, sodass das Zusammenspiel vermutlich für den größten Effekt verantwortlich ist. Dennoch schadet es natürlich nicht, seine eigenen Speisen mit Olivenöl zuzubereiten.

Gesundes Ölivenöl

Weitere Öle

Nicht jedes Öl eignet sich zum Braten und nicht jedes Öl schmeckt auch im Salat. Daher ist es gut zu wissen, welche weiteren Öle es noch gibt und wofür sie sich eignen.

Braten - hier kommt es auf den Rauchpunkt an, da das Öl nicht rauchen sollte. Spitzenreiter in diesem Bereich ist das Arganöl. Erst bei einer Temperatur von 250 Grad Celsius beginnt es zu rauchen. Arganöl eignet sich zudem hervorragend zur Verbesserung der Haarqualität. Ein paar Tropfen in die Spitzen des feuchten Haares und spröde Enden können verhindert werden.

Kalte Küche - Rapsöl, Arganöl, Walnussöl und auch Kürbiskernöl eignen sich für die Zubereitung von Dressings, Salaten oder auch als zusätzlicher Brotaufstrich.

Häufig wird auch Kokosöl empfohlen. Es besteht zu großen Teilen aus ungesättigten Fettsäuren und wirkt sich positiv auf den Kreislauf aus. Geschmacklich besitzt es jedoch eine leichte Kokosnote, die nicht jedem zusagt. Dafür kann es auch zum Braten und Backen verwendet werden.

Olivenöl erfreut sich vor allem in der mediterranen Küche einer sehr großen Beliebtheit und gilt als gesund.

Fazit - warum nur eines?

Es fällt schwer, sich auf ein einziges Öl festzulegen, doch glücklicherweise ist das gar nicht nötig. Geschmacklich haben viele Öle etwas zu bieten und wer beim Essen auf die Gesundheit achten möchte, ist mit Hanf-, Kokos- oder Olivenöl bestens beraten.

Bildquellen:
Abbildung 1: © margenauer (CC0-Lizenz) / pixabay.com
Abbildung 2: © RitaE (CC0-Lizenz) / pixabay.com


Letzte Änderung: 16.01.2018

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