Heilpraktik & Naturheilpraktik

Immer mehr Menschen setzen auf das Wissen und können eines Heilpraktikers. Durch Mundpropaganda erfahren wir oft, dass die Patienten von Heilpraktikern durch natürliche Mittel genesen sollen oder therapiert werden. Doch es gibt auch Mythen über Heilpraktiker, darüber was sie tun, wer sie sind und wie sie arbeiten.

Was ist ein Heilpraktiker?

Um eben diese Gerüchte ein wenig aus der Welt zu schaffen kann vorab gesagt werden, dass Heilpraktiker keine Scharlatane sind, die bei Nacht ihre Heilkräuter abernten. Zudem empfehlen Heilpraktiker gern die Einnahme von Globuli Kügelchen, welche dann vom Volksmund häufig als Placebo abgetan werden.

Nicht zu vergessen ist jedoch, dass Heilpraktiker eine medizinische, dreijährige Ausbildung durchlaufen müssen, um überhaupt als Heilpraktiker zugelassen zu werden und tätig sein zu dürfen. Bestehen muss ein werdender Heilpraktiker oder eine werdende Heilpraktikerin eine Prüfung, die teilweise Gebiete der Schulmedizin umfasst, sich jedoch auch mit naturheilkundlichen Alternativen, sowie der fachbezogenen Praxis beschäftigt.

Ein Heilpraktiker ist praktisch ein Arzt ohne Approbation. Heilpraktiker und Naturheilpraktiker sehen den menschlichen Körper als Ganzes ("ganzheitlich"). Diese Berufsgruppe darf jedoch keine verschreibungspflichtigen Medikamente verschreiben und beschränkt sich daher eher auf die Empfehlung von natürlicher Medizin. Dennoch müssen sie einen beachtlichen Prüfungsumfang meistern.

In welchen Gebieten darf ein Heilpraktiker tätig werden?

Für Heilpraktiker gibt es einen Rahmen, in dem sie tätig werden dürfen. Dieser Rahmen ist durch einige Gesetze eingeschränkt. So zum Beispiel durch das Infektionsschutzgesetz. Dieses Gesetz besagt zum Beispiel, dass Heilpraktiker keine ansteckenden Geschlechtskrankheiten behandeln dürfen.

Weiterhin nicht behandeln dürfen Heilpraktiker auf folgenden Gebieten

  • Zahnmedizin
  • Geburtshilfe
  • Strahlentherapie
  • Leichenschau sowie
  • bei meldepflichtigen Krankheiten

Wann empfiehlt sich ein Heilpraktiker?

Heut zu Tage ist es leider so, dass man bei einem Schulmediziner regelrecht schnell abgefertigt wird. Ein Arzt hat nur eine bestimmte Zeit pro Patient, die er uns widmen kann und darf. Er stellt anhand von ihm genannten Symptomen dann meist schon eine Diagnose und verschreibt möglicherweise Medikamente ohne sich den Patient genauer angesehen zu haben. Ein Heilpraktiker hingegen sieht den Menschen als Ganzes, befasst sich mit den kleinsten Details unseres Körpers und greift zunächst zu alternativen Heilmethoden, die in der Regel ohne Chemie ist.

Heilpraktiker und Naturheilpraktiker befassen sich in der Regel mit der Pflanzenheilkunde, was auch die Forschung dahin gehend mit einbezieht, infolge dessen kann man davon ausgehen, dass ein Heilpraktiker sich mit der pharmazeutischen Biologie sehr gut auskennt. Basierend auf diesem Wissen darf der Heilpraktiker Empfehlungen aussprechen und Verordnungen ausstellen.

Wer also fernab von der Schulmedizin zunächst einen Weg mit pflanzlichen Heilmitteln ausprobieren möchte, um seinem Körper einen möglichen Schaden zu ersparen, fühlt sich bei einem Heilpraktiker vielleicht besser aufgehoben.

In welchen Bereichen sind Heilpraktiker noch tätig?

Auch die Homöopathie ist ein Gebiet, auf dem sich die meisten Heilpraktiker sehr gut auskennen. Ins Leben gerufen hat sie der zu Beginn des 19. Jahrhundert lebenden Samuel Hahnemann. Er wollte Ähnliches mit Ähnlichem heilen - das Ähnlichkeitsprinzip. Dieses Prinzip bedeutete für Hahnemann folgendes: Ein Gesunder Mensch solle die selben Symptome wie ein Kranker mit dem selben Arzneimittel bekommen.

Heute gibt es viele verschiedene Arten dieser Arzneimittel Lehre bis hin zur Tierhomöopathie, welche ein Heilpraktiker ebenfalls anwenden darf, siehe Tierheilpraktiker. Neben dieser relativ bekannten Heilmittelmethode gibt es aber noch viele weitere Möglichkeiten der Genesung für Patienten der alternativen Medizin. Viele Heilpraktiker haben ihr Wissen zum Beispiel dahingehend vertieft, dass sie die traditionelle chinesische Medizin beherrschen, zum Beispiel die Akupunktur. Wer Probleme mit dem Rücken hat, der kann einen Chiropraktiker oder einen Ostheopathen aufsuchen. Eine sehr beliebte Art und Weise, wie man beispielsweise Allergien heilen kann, ist die Bioresonanztherapie. Auch diese gehört den alternativen Heilmethoden an und ihre Wirksamkeit kann wissenschaftlich nicht belegt werden.

Unterschied zum Naturheilpraktiker

Dem Naturheilpraktiker geht es in erster Linie darum, eine Heilung von physischen oder psychischen Krankheiten dadurch zu erfahren, dass die sogenannte Lebenskraft angeregt wird. Er heilt mithilfe der Aktivierung der Selbstheilungskräfte. Über diese geht der Naturheilpraktiker auch nicht hinaus. Einziges Ziel ist es für ihn, dass der Patient gesund wird. Sollte sich dieser dazu entscheiden einen Schulmediziner aufzusuchen, so sieht er es als seine Pflicht an, den Patienten davon nicht abzuhalten. Generell respektiert er die Wünsche des Patienten, auch wenn dies bedeutet, dass der Naturheilpraktiker mit weiteren Personen zusammen im Rahmen seiner Möglichkeiten für die Genesung sorgt. Außerdem unterliegt auch er der Schweigepflicht. Wer also noch mehr im Einklang mit der Natur geheilt werden möchte, kann also auch einen Naturheilpraktiker aufsuchen.

Heilpraktik Ausbildung & Weiterbildung

Einige Beispiele für Prüfungsinhalte der Heilpraktikerprüfung

  • Die Anatomie des Menschen muss dem Heilpraktiker geläufig sein
  • Er muss einfache, übliche Krankheiten erkennen und von Volkskrankheiten differenzieren können
  • Er muss in der Lage sein, in akuten Notfällen einen Patienten zu versorgen
  • Grundlegende Laborwerte müssen von ihm gedeutet werden können
  • Die Anwendungsbereiche der Naturheilkunde sind ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung

Heilpraktik Indikationen & Heilanzeigen

Die Anwendung von Heilpraktik hilft möglicherweise bei:

  • Entspannung
  • Erfolgsblockaden Erwachsener
  • Erschöpfungszustände
  • Gelenkproblematiken
  • Gewichtsreduzierung
  • Ischias
  • ISG-Probleme
  • Lernblockaden
  • Mineralstoffmangel
  • Muskelprobleme
  • Rückenschmerzen
  • Schulangst
  • Spagyrik
  • Sämtliche Krankheitsbilder
  • Unerfüllter Kinderwunsch
  • Zeit

Alle 16 Indikationen & Krankheiten anzeigen


Video zum Thema Heilpraktik


Heilpraktiker und Therapeuten Heilpraktiker, Naturheilpraktiker Adressen


PLZ-Bereich 4
PLZ-Bereich 8

509 Heilpraktiker, Naturheilpraktiker in Ihrer Nähe


Alle Heilpraktiker, Naturheilpraktiker

Es liegen uns leider noch keine Bewertungen oder Erfahrungen vor. Machen Sie den Anfang! Sie bleiben dabei anonym. Teilen Sie Ihre Erfahrungen und helfen anderen Patienten und Klienten. Vielen Dank!

Kommentieren Sie "Heilpraktik"

Seien Sie fair und höflich. Unangemessene, falsche oder beleidigende Bewertungen werden nicht akzeptiert und gelöscht.