TENS-Therapie (Reizstromtherapie)

Krankenversicherung TENS

TENS befindet sich im Hufelandverzeichnis. Möglicherweise wird ein Teil der Kosten für TENS von Ihrer Krankenkasse übernommen.

Beschreibung der Methode "TENS"

Was ist „TENS”?

"Endlich sind die Schmerzen wieder erträglich" sagt Frau Peter, "direkt nach meiner Therapiesitzung kann ich mich sogar Schmerz frei bewegen!" So wie Frau Peter geht es vielen Patienten, die unter chronischen Schmerzen leiden. Sie bekommt regelmäßig eine Transkutane elektrische Nerven-Stimulation bei ihrem Physiotherapeuten. Es wäre möglich, die Behandlung zu Hause durchzuführen, aber von ihrem Heilpraktiker fühlt sie sich besser betreut.

Was ist die Reizstromtherapie? Wie wirkt sie und bei welchen Leiden kommt die TENS zur Anwendung? Das wichtigste in Kürze, einfach und verständlich zusammengefasst.

Was ist die Reizstromtherapie?

Diese Behandlungsform ist eine Methode der Schmerztherapie und eine medikamentfreie Alternative gegen Schmerzen. In den meisten Fällen wird sie begleitend verschrieben und bei einem geschulten Physiotherapeuten oder Heilpraktiker durchgeführt. Mit leichten, elektrischen Impulsen zwischen einer Frequenz von 1-100 HZ werden Nervenfasern gereizt.

Wie wirkt die Reizstromtherapie?

Es handelt sich dabei gezielt um die Nerven, welche den Schmerz leiten. Durch die Reizung werden die Nervenfasern quasi überreizt. Die Schmerzleitung wird blockiert; es wird kein Leiden mehr empfunden.

Patienten erfahren oft direkt nach einer Behandlung Erleichterung, zum Teil völlige Schmerzfreiheit. Noch eine kurze Zeit danach hält die blockierende Wirkung an. Dabei dauert eine Sitzung je nach Anwendungsgebiet zwischen einer Viertelstunde und 30 Minuten. Auch die Häufigkeit der Behandlung richtet sich nach der Indikation; bis zu drei Sitzungen pro Woche sind Durchschnitt.

Das Prinzip der Reizstromtherapie basiert wie auch bei Akupunktur auf Gegenirritation. Durch die Reizung einer Stelle wird ein anderer Reiz in seinem Fluss gestoppt.

Mögliche Anwendungsgebiete der TENS-Therapie

Umgangssprachlich formuliert kommt diese Behandlungsform bei Schmerzleiden, Muskelproblemen und Wundheilung zur Anwendung. Eine genauere Aufzählung mit Fachausdrücken ist diese:

  1. viele Formen von Durchblutungsstörungen
  2. einige Arten von Neuralgien (Nervenschmerz allgemein, siehe auch hier)
  3. Orthopädische Erkrankungen (zum Beispiel Ischias, Arthrose)

Obwohl die TENS-Therapie als sehr schonend gilt, kann sie unter einigen Umständen nicht angewandt werden. Wer unter Thrombosen jeglicher Art leidet, riskiert eine Ablösung von Blutgerinnseln. Diese wiederum können beispielsweise zu einer Lungenembolie, einem Herzinfarkt oder Schlaganfall führen. Außerdem irritiert der Reizstrom andere implantierte elektrische Geräte. Dazu gehören unter anderem Herzschrittmacher. Bei schwangeren Frauen darf keine Behandlung im Bauchbereich stattfinden. Generell dürfen weder der Hals vorne, noch das Herz oder der Brustkorb direkt oder in der Nähe der Aorta mit Reizstrom in Kontakt kommen. Das Risiko für Funktionsstörungen des Herzens und Herzrhythmusstörungen ist zu hoch.

Ebenfalls dürfen die Elektroden für die Reizstimulation nicht unmittelbar auf Wunden oder Entzündungen sowie Geschwüren angebracht werden. Patienten, die unter Fieber leiden oder eine Infektion haben, können von dieser Schmerztherapie in dem Moment auch nicht profitieren.

Zwischenfazit

TENS (Transkutane elektrische Stimulation) Therapie hilft Menschen dauernde Schmerzen zu lindern, beziehungsweise besser zu ertragen. Dabei kann es sich um chronische Schmerzen handeln; aber auch als Therapie nach einer Operation oder einem Unfall kommt diese physiotherapeutische Maßnahme in Frage.

Kann die TENS-Therapie zu Hause angewendet werden?

Ja, kann sie. Es gibt ein kleine TENS-Geräte, welche leicht und relativ komfortabel am Körper getragen werden können (hier eine Vergleichseite). Der Patient wird von seinem Heilpraktiker genaustens eingewiesen, wie er die Elektroden auf seine Haut bringen muss. Die Stellen werden zu diesem Zweck mit einem nicht abwaschbaren Marker versehen.

Informationen zur Dauer und Höhe der Stromfrequenz werden ebenfalls detailliert abgeklärt.

Umgang vor der Behandlung zu Hause

Die markierte Hautpartie sollte rasiert sein. Außerdem muss sie mit einer Seife gesäubert werden; es eignet sich medizinische Seife aus der Apotheke oder der Drogerie. Parfüm reizt die Haut unnötig.

Umgang nach der Behandlung zu Hause

Nachdem Entfernen der Elektroden sollte die Haut regelmäßig auf Reizungen und Rötungen untersucht werden. Um eine Austrocknung zu verhindern, empfiehlt sich das Eincremen mit einer parfümfreien Pflegelotion.

Andere Formen der Reizstromtherapie

Innerhalb der Reizstromtherapie gibt es noch weitere Begrifflichkeiten, die etwas abgewandelte Behandlungsformen beschreiben. Dazu gehören zum Beispiel:

  1. das Stangerbad
    Hier wird vor allem die Wirbelsäule durch eine Kombination von Wasser und Strom angesprochen.
  2. der Ultraschall
    Ultraschall und Reizstrom können als Simultanmethode kombiniert werden. Vor allem zur Behandlung von Weichteilen ist diese Behandlung gut geeignet.
  3. die Kurzwellentherapie

Interessantes

Bei der Stimulation von Muskelfasern kommt es zu einer Kontraktion des Muskels. Über diese Anspannung wird Muskelkraft aufgebaut; so kommt es, dass sich auch die Fitnessindustrie die Reizstromwirkung zu eigen gemacht hat. Einige Bauchweggürtel basieren auf diesem Prinzip.

Muskelbehandlung mit TENS-Therapie

In der Physiotherapie werden Muskeln dann mit elektrischen Impulsen stimuliert, wenn der Patient aus irgendwelchen Gründen Muskeln zunehmen oder nicht verlieren soll. Atrophie (Muskeluntergang) wird häufig begleitend mit den Stromfrequenzen therapiert.

Mit fortschreitender Behandlung wird die Stärke des Reizes angepasst. Mehr als zwanzig Kontraktionen werden pro Sitzung allerdings selten überschritten. Sobald der Therapeut merkt, dass die Muskeln ermüden, bricht er die Behandlung für das Mal ab. Im Schnitt gehen Patienten dreimal in der Woche zu einer solchen Form der Muskelbehandlung.

Reizstrom zur Unterstützung des Heilungsprozesses

Der Strom kann im Körper noch mehr erreichen, als die Blockade von Schmerzleitern in den Nervenfasern. Durch die Stimulation des Gewebes um eine Wunde kann der Heilungsprozess unterstützt und in einigen Fällen sogar beschleunigt werden. Vor allem Diabetiker, die oft unter Druckstellen leiden, sich durch Aufplatzen entzündet haben, profitieren davon.

In der Rehabilitation nach einer Operation kommt die TENS-Therapie aus dem gleichen Grunde vor. Menschen, die sich einer solchen Behandlung unterziehen berichten von einem kribbeligen Gefühl; einige sprechen von einem leichten Stechen.

Elektrische Stimulation bei Alltagsleiden

Büroangestellte und alle diejenigen, die viel am PC arbeiten leiden oft unter dem sogenannten Mausarm. Diese Schmerzen können bis weit über die Schulter hinausstahlen und das Arbeiten völlig unmöglich machen. Mit der TENS-Therapie lassen sich die Schmerzen beträchtlich lindern; eine Arbeitsfähigkeit kann wieder hergestellt werden.

Rückenleiden und sogar sehr schmerzhafte Schleimbeutelentzündungen können auf diesem Wege erträglicher gestaltet werden.

Reizstromtherapie und Kostenübernahme

Es gibt die Möglichkeit, dass die Krankenkasse die Kosten für die TENS Therapie (und ihre Abwandlungen) übernimmt. Je nach Umstand erfolgt die Erstattung zu einem Teil oder im Ganzen.


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